14. Nov 2018

Demokratische Republik Kongo: Mehr Ebola-Fälle

Trockenzeit Afrika, Arusha interMEDIS

Die Ebola-Erkrankungszahlen in der Demokratischen Republik Kongo steigen weiter an. Alleine in der Woche des 31. Oktober bis 6. November 2018 wurden 29 Neuerkrankungen registriert; 15 von Beni, sieben von Butembo, vier von Kalunguta, zwei von Mabalako und einer von Vuhovi. Insgesamt ist die Zahl der Ebola-Fälle bis 6. November 2018 auf 308 angestiegen, darunter 189 Todesfälle. In acht Regionen der Provinz von Nord Kivu und in drei Regionen der Ituri Provinz sind Ebola-Fälle aufgetreten. Die Situation bleibt weiterhin angespannt, da viele Erkrankungsfälle erst verspätet erfasst bzw. verspätet bei den Meldestellen eintreffen und registriert werden können.

Kontaktpersonen stehen weiterhin unter Beobachtung

Damit ein Ebola-Ausbruch als abgeschlossen deklariert werden kann, gibt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ein Zeitfenster von 42 Tagen an, in denen seit dem Letzt gemeldeten Fall kein neuer Ebola-Fall aufgetreten sein darf. Die 42 Tage entsprechen einer doppelten Inkubationszeit, d.h. die Zeit zwischen Infektion mit dem Erreger bis Ausbruch der ersten Krankheitsbeschwerden. Bis dieser Zeitpunkt erreicht ist, werden weiterhin medizinische Maßnahmen zur Bekämpfung der tödlichen Infektionskrankheit durchgeführt. Der letzte größere Ausbruch der von 2014-2016 in West Afrika anhielt dauerte nahezu zwei Jahre und kostete mehr als 11.000  Menschen das Leben. Die Sterblichkeit bei Ebola ist hoch. Eine gute medizinische Versorgung ist erforderlich, um die Überlebungschance zu erhöhen; aber eine umfassende Versorgung ist im Land oftmals nicht gegeben ist.

Verhaltensregeln für Personen die sich im Ausbruchgebiet aufhalten

Das Ebola-Virus überträgt sich häufig primär durch den Verzehr von infizierten Tierfleisch, z.B. unzureichend gekochtes Fledermaus- oder sonstiges Fleisch, auf den Menschen. Die weitere Ausbreitung erfolgt in der Regel durch direkten Kontakt von Mensch zu Mensch durch den Kontakt mit Blut oder anderen Körperflüssigkeiten eines Erkrankten oder an Ebola verstorbenen. Grundsätzlich sollten Reisende vor ihrer Abreise in die betroffenen Länder die Nachrichtenlage aufmerksam verfolgen und aktuelle Reisehinweise durch das Auswärtige Amt ernst nehmen. Merkblätter und Informationen zum aktuellen Ebola-Ausbruch, sowie Verhaltensregeln für Personen die sich im Ausbruchgebiet aufhalten, erteilt das Auswärtige Amt und die WHO.