17. Mrz 2015

Deutschland: Erste FSME-Fälle

iStock/Kerstin Waurick An manchen Stellen Deutschlands sind bereits die ersten Zecken wieder aktiv. So wurden in den ersten sechs Wochen des Jahres bereits sechs Fälle der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) dem Robert Koch-Institut gemeldet. Durch die zunehmende Erwärmung des Bodens werden die Zecken aus ihren Ruheplätzen in Büschen, Bäumen, Gräsern und Waldboden gelockt. Mit der Aktivität der Zecken steigt auch das Übertragungsrisiko für Krankheiten wie Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) und Borreliose.

Saisonale Übertragungszeit für FSME hat in Deutschland begonnen  

Die Übertragung der Krankheitserreger erfolgt überwiegend in den Monaten März bis Oktober, kann jedoch in einzelnen Fällen – so wie auch in diesem Jahr – früher beginnen. Besonders stark vermehren sich die Zecken in den warmen und trockenen Sommermonaten, wodurch die Hauptübertragungszeit jedes Jahr im Juni und Juli ihren Höhepunkt findet. Ausflügler, vor allem an den ersten warmen Sonnentagen des Jahres, sollten aufpassen. Denn die meisten Zeckenstiche werden in der Freizeit bei Freilandaufenthalten erworben. Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 265 FSME-Fälle in Deutschland gemeldet. Die meisten Erkrankungen werden meist aus Baden-Württemberg und Bayern gemeldet und gehören zu den Gebieten mit erhöhtem Risiko.  

Impfschutz ist für Risikogebiete empfohlen

Eine FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) ist eine ernst zunehmende Infektionskrankheit, bei der es zu einer Meningitis (Hirnhautentzündung), einer Enzephalitis (Gehirnentzündung) oder auch zu einer Myelitis (Entzündung des Rückenmarks) kommen kann. Mit zunehmendem Alter des Patienten wächst die Gefahr einer Enzephalitis. Bei rund 30 – 40% kann es zu bleibenden Schäden kommen. Für die Bevölkerung der FSME-Risikogebiete, sowie für Reisende in die ausgewiesenen Risikogebiete  sind ein guter Zeckenschutz und ein FSME-Impfschutz ratsam. In aller Regel zahlen die Krankenkassen Personen die in Risikogebieten leben die Impfungen. Zu den sogenannten FSME-Risikogebieten, zählen diejenigen Gebiete mit FSME-Vorkommen, in denen ein erhöhtes Erkrankungsrisiko für Personen mit vermehrtem Zeckenkontakt besteht. So z.B. durch häufige und/oder längere Aufenthalte im Grünen (Bewohner mit Gärten, Urlauber, Ausflügler, etc.) aber auch beruflich exponierte Personen (Förster, Jäger, Waldarbeiter, etc.).