26. Feb 2018

Deutschland: Jetzt an Zeckenimpfung denken

Zecke-Blatt interMEDIS / Pechel

Die Wintermonate gelten als ideale Monate um die Zeckenimpfung aufzufrischen oder sich Grundimmunisieren zu lassen. Wenn in wenigen Wochen der Frühling einsetzt, werden bereits die ersten Zecken aktiv. Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland aufgrund der milden Temperaturen in den ersten vier Kalenderwochen bereits erste FSME-Fälle registriert. Solange die Zecken jedoch noch nicht aktiv sind, ist es die beste Zeit für die „Zeckenimpfung“. Durch die zunehmende Erwärmung des Bodens werden die Zecken aus ihren Ruheplätzen in Büschen, Bäumen, Gräsern und Waldboden gelockt. Mit der Aktivität der Zecken steigt auch das Übertragungsrisiko für Krankheiten wie Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) und Borreliose. Die Übertragung der Krankheitserreger erfolgt überwiegend in den Monaten März bis Oktober, kann jedoch in einzelnen Fällen auch früher beginnen.  

146 Kreise gelten als FSME-Risikogebiete  

Besonders stark vermehren sich die Zecken in den warmen und trockenen Sommermonaten, wodurch die Hauptübertragungszeit jedes Jahr im Juni und Juli ihren Höhepunkt findet. Ausflügler, vor allem an den ersten warmen Sonnentagen des Jahres, sollten aufpassen. Denn die meisten Zeckenstiche werden in der Freizeit bei Freilandaufenthalten erworben. Die meisten Erkrankungen werden meist aus Baden-Württemberg und Bayern gemeldet. Im Vorjahr wurden dem Robert Koch-Institut (RKI) landesweit 480 FSME-Erkrankungen gemeldet. Aktuell gibt es in Deutschland 146 Kreise die als FSME-Risikogebiete ausgewiesen werden. Das Robert Koch-Institut unterteilt die Regionen mit FSME-Vorkommen als Risikogebiete (Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Thüringen, Rheinland-Pfalz, Sachsen und Saarland), geringe Risikogebiete (Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein) und keine Risikogebiete (Bremen, Hamburg).   

Impfschutz ist für Risikogebiete empfohlen   

Für die Bevölkerung der FSME-Risikogebiete, sowie für Reisende in die ausgewiesenen Risikogebiete  ist ein guter Zeckenschutz und ein FSME-Impfschutz ratsam. In aller Regel zahlen die Krankenkassen Personen die in Risikogebieten leben die Impfungen. Zu den sogenannten FSME-Risikogebieten, zählen diejenigen Gebiete mit FSME-Vorkommen, in denen ein erhöhtes Erkrankungsrisiko für Personen mit vermehrtem Zeckenkontakt besteht. So z.B. durch häufige und/oder längere Aufenthalte im Grünen (Bewohner mit Gärten, Urlauber, Ausflügler, etc.) aber auch beruflich exponierte Personen (Förster, Jäger, Waldarbeiter, etc.).