8. Aug 2017

Deutschland: Zahl der Badeunfälle nimmt zu

iStock /Ian Redding Im vergangenen Jahr ertranken 537 Menschen in Deutschland und damit 49 Personen mehr als im Vorjahr. Diese traurige Bilanz zog die DLRG (Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft) und betonte, dass dies der Höchststand seit zehn Jahren sei. Vor allem in den Sommermonaten Juni bis August werden die meisten Ertrinkungsopfer registriert. In den vergangenen sechs Jahren sollen mehr als 3.000 Menschen ertrunken sein, die meisten in unbewachten Binnengewässern wie Flüssen, Bächen, Seen und Teichen.

In Bayern ertranken die meisten Personen

Grund dafür sei unter anderem die Abnahme der Schwimmfähigkeit speziell bei der nachwachsenden Generation, so der Vizepräsident der DLRG, Achim Haag. Die meisten Ertrinkungsopfer (139) waren im Alter von 16 bis 35 Jahre. Außerdem sind laut DLRG auch besonders ältere Personen durch Badeunfälle gefährdet. Im vergangenen Jahr ertranken in Deutschland 108 Personen im Alter von 71 bis 85 Jahren. Betrachtet man den Geschlechtervergleich, so waren rund 77% männlich und 23 % weiblich. Unter den in Deutschland Ertrunkenen befanden sich 64 Flüchtlinge. Die meisten ertranken in Bayern (91); an trauriger zweiter Stelle steht Nordrhein-Westfalen (76), gefolgt von Niedersachsen (58) und Baden-Württemberg (54).

Nicht alleine Schwimmen gehen und nicht zu lange im Wasser bleiben

Um durch Aufklärung und Information gegen die traurige Bilanz der Badeunfälle anzukämpfen, veröffentlichte die DLRG die wichtigen Sicherheitsregeln in 25 Sprachen. Grundsätzlich rät die DLRG nicht alleine schwimmen zu gehen und nicht zu lange im Wasser zu bleiben. Denn wer alleine badet, dem kann bei einem Unfall niemand helfen bzw. es ist niemand da um Hilfe zu holen. Die meisten Badeunfälle sind vermeidbar. Badeurlauber, Surfer und Kiter können die wichtigsten Tipps und Verhaltensregeln bei der DLRG beziehen.