28. Mrz 2014

Deutschland: Zeckenzeit hat begonnen

Durch die warmen Temperaturen sind bereits die ersten Zecken wieder aktiv. Schon fünf Fälle der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) wurden dem Robert Koch-Institut bis 12. März gemeldet. Durch die zunehmende Erwärmung des Bodens werden die Zecken aus ihren Ruheplätzen in Büschen, Bäumen, Gräsern und Waldboden gelockt. Mit der Aktivität der Zecken steigt auch das Übertragungsrisiko für Krankheiten wie Borreliose und Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). Die Übertragung der Krankheitserreger erfolgt überwiegend in den Monaten März bis Oktober. Besonders stark vermehren sich die Zecken in den warmen und trockenen Sommermonaten, wodurch die Hauptübertragungszeit jedes Jahr im Juni und Juli ihren Höhepunkt findet.  

Im vergangenen Jahr wurden 420 FSME-Fälle in Deutschland registriert  

Ausflügler, vor allem an den ersten warmen Sonnentagen des Jahres, sollten aufpassen. Denn die meisten Zeckenstiche werden in der Freizeit bei Freilandaufenthalten erworben. Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 420 FSME-Fälle in Deutschland gemeldet. Die meisten Erkrankungen werden meist aus Baden-Württemberg und Bayern gemeldet. Daher zählen diese beiden Bundesländer zu den Gebieten mit erhöhtem Risiko. Es gibt kaum offizielle Zahlen über die Häufigkeit der Borreliose in Europa, da nur in einigen Ländern eine Meldepflicht besteht. Vorsichtigen Schätzungen zufolge geht man davon aus, dass die Zahl der Erkrankten zwischen 16 bis 140 pro 100.000 Einwohner pro Jahr liegt. Ebenso wird angenommen, dass rund 5–35 % der Zecken mit Borrelien befallen sind.   

Guter Zeckenschutz ist wichtig!   

Eine FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) ist eine ernst zunehmende Infektionskrankheit, bei der es zu einer Meningitis (Hirnhautentzündung), einer Enzephalitis (Gehirnentzündung) oder auch zu einer Myelitis (Entzündung des Rückenmarks) kommen kann. Mit zunehmendem Alter des Patienten wächst die Gefahr einer Enzephalitis. Bei rund 30 – 40% kann es zu bleibenden Schäden kommen. Für die Bevölkerung der FSME-Risikogebiete, sowie für Reisende in die ausgewiesenen Risikogebiete  sind ein guter Zeckenschutz und ein FSME-Impfschutz ratsam. In aller Regel zahlen die Krankenkassen Personen die in Risikogebieten leben die Impfungen. Zu den sogenannten FSME-Risikogebieten, zählen diejenigen Gebiete mit FSME-Vorkommen, in denen ein erhöhtes Erkrankungsrisiko für Personen mit vermehrtem Zeckenkontakt besteht. So z.B. durch häufige und/oder längere Aufenthalte im Grünen (Bewohner mit Gärten, Urlauber, Ausflügler, etc.) aber auch beruflich exponierte Personen (Förster, Jäger, Waldarbeiter, etc.).