14. Jul 2016

Dominikanische Republik: Malaria bei deutschen Urlaubern

iStock/aimintang

Im Juni erkrankten zwei deutsche Reisende nach ihrem Aufenthalt in der Dominikanischen Republik an Malaria tropica. Die Reisenden litten bereits seit mehreren Tagen an hohem Fieber. Die Dominikanische Republik gilt als Land mit einem sehr geringen Infektionsrisiko für Malaria. Die westlichen Provinzen (Azua, Bahoruco und Dajabon) sowie La Altagracia  gelten als Regionen mit geringfügig erhöhtem Malariarisiko.   

Malaria: Regionale Häufungen  

In den vergangenen Jahren hat es regionale Häufungen von Malariafällen auf der Halbinsel gegeben. Reisende die während oder nach ihrem Aufenthalt in der Dominikanischen Republik Fieber entwickeln, sollten sofort medizinische Hilfe aufsuchen und eine Malaria-Erkrankung ausschließen lassen. Die Deutsche Tropenmedizinische Gesellschaft (DTG) empfiehlt bei touristischen Reisen in die Dominikanische Republik neben guten Mückenschutzmaßnahmen, die  Mitnahme eines Malaria-Notfallmedikamentes.

Zika-Virus: landesweit unterhalb von 2.000 Höhenmetern

Ebenso wurden in diesem Jahr vermehrt Zika-Virus-Infektionen in der Dominikanischen Republik registriert. Die Mückenart die das Zika-Virus überträgt tritt landesweit mit regionalen Häufungen auf. In Höhen über 2.000m kommt die Mückenart jedoch nicht mehr vor. Reisende die sich in Regionen oberhalb von 2000m aufhalten, haben somit kaum ein Risiko mit dem Zika-Virus infiziert zu werden. Grundsätzlich sollten Touristen tagsüber regelmäßige Mückenschutzmaßnahmen treffen z.B. durch das bevorzugte Tragen von heller langärmeliger Kleidung und das Auftragen von Antimückencremes, - lotionen, etc. an freien Hautstellen. Die WHO rät weiterhin Schwangeren nicht in Länder mit Zika-Vorkommen zu reisen. Sexualpartner schwangerer Frauen, die sich in einem Land mit Zika-Virus-Vorkommen aufhalten oder aufhielten, sollten laut WHO für die Dauer der Schwangerschaft auf sexuelle Aktivitäten verzichten oder vorbeugende  Verhütungsmaßnahmen ergreifen. Als Unterkunft sollten klimatisierte Räume gewählt werden, da in kühlen Räumlichkeiten weniger Mücken auftreten. Von Stadtregionen mit mangelhaften hygienischen Umständen sowie offenen Wasserstellen sollte man sich Fernhalten, da hier vermehrt Mückenbrutplätze anzutreffen sind.