23. Aug 2014

Dominikanischen Republik: Über 370.000 Chikungunya-Fälle

Der Chikungunya Fieber-Ausbruch im karibischen Raum hält weiterhin an. Auf den Inseln Martinique (54.220),  Guadeloupe (69.740), St. Martin (3.760) und St. Barthelemy (800) wurden mit am meisten Erkrankungsfälle berichtet. In einzelnen Fällen verlief die Krankheit sogar tödlich. In der Dominikanischen Republik wurden in der ersten Augustwoche 60.000 Neuerkrankungen gezählt. Insgesamt sind auf der Halbinsel bereits mehr als 370.000 Menschen an Chikungunya Fieber erkrankt. Auch auf dem Festland, wie in Guyana hat sich die Zahl der Erkrankungen im August in den ersten beiden Wochen verdoppelt. In den Nachbarländern  Französisch Guyana (1.528) und Surinam (v.a. in Paramaribo, Commewijne und Wanica) sind ebenfalls gehäuft Erkrankungen aufgetreten.   

Chikungunya auch in Mittelamerika   

Auch in Mittelamerika wurden in den letzten Monaten vereinzelte Fälle aus Costa Rica, El Salvador, Nicaragua und Panama berichtet. Ebenso melden einzelne Inseln und/oder Inselgruppen Chikungunya Fieber, z.B. Anguilla, Aruba, Antigua & Barbuda, Bahamas, Barbados, Cayman, Curacao, Dominica, Jamaika, Trinidad & Tobago, Turks & Caicos, so wie den Jungfern Inseln.  Auch in den Anden wurden Fälle in Kolumbien, Peru, Surinam, Bolivien und Venezuela (v.a. Aragua, Vargas, Carabobo, Guarico y Distrito Capital) beobachtet.   

Viele Chikungunya-Fälle bei internationalen Reiserückkehrern  

In den USA wurden nahezu 500 Chikungunya Fieber-Fälle bei Reiserückkehrern aus Ländern mit Chikungunya-Vorkommen registriert. Alleine in Florida meldeten die Gesundheitsbehörden 150 Chikungunya-Fälle von denen 135 durch Reiserückkehrer aus Haiti oder der Dominikanischen Republik waren. Vereinzelte Infektionen wurden in Florida selbst erworben. Auch in Texas kommt das Chikungunya Fieber regional vor, da die Überträgermücke an vielen Orten präsent ist, wie z.B. in Bexar, Collin, Dallas, Gonzales, Montgomery und Williamson. In Spanien wurde bei 39 Reisenden die aus der Karibik zurückkehrten, eine Infektion mit dem Chikungunya-Virus festgestellt. Auch in Teneriffa und Gran Canaria wurden vereinzelte Erkrankungen berichtet. Das Chikungunya Fieber kommt auch in Südfrankreich vor und hat in diesem Jahr bereits zu über 130 Erkrankungsfällen geführt. In Deutschland wurden ebenfalls etliche Chikungunya-Erkrankungen bei Reisenden aus der Karibik festgestellt. Die deutschen Reisenden infizierten sich in unterschiedlichen Urlaubsorten u.a. in der Dominikanischen Republik, Martinique, Guadeloupe, Dominica, Haiti, Saint Vincent, St. Lucia und Grenadien.  

Mückenschutz als einzige Schutzmaßnahme  

Chikungunya wird hauptsächlich durch die Mückenart Aedes aegypti und Aedes albopictus übertragen, die vor allem in der Karibik und Südamerika vorkommen. Da die Mücke Aedes albopictus auch in Europa vorkommt, ist es durchaus möglich, dass durch den internationalen Reiseverkehr das durch die Mücke übertragene Virus in europäische Länder eingeschleppt und in den warmen Monaten des Jahres übertragen wird. Durch den Reiseverkehr schreitet die Ausbreitung des Chikungunya-Virus weiter fort. Ein guter und vorsorglicher Mückenschutz ist daher unbedingt erforderlich. Nachdem es keine Schutzimpfung gegen die Erkrankungen gibt, gelten als wichtigster Schutz Mückenschutzmaßnahmen. Reisende sollten daher in jedem Fall Haut bedeckende Kleidung tragen, Mückennetze am Schlafplatz einsetzen und insbesondere an freien Hautstellen sich regelmäßig - Tag und Nacht - mit Mückenabweisenden Cremes oder Lotionen einschmieren. Auch das Mitführen von Geräten die zum Fernhalten von Mücken Ultraschall-Signale aussenden, kann sinnvoll sein.