4. Apr 2019

El Salvador: Erhöhtes Typhus-Risiko

Fruchtsaftstand (Kolumbien) iStock / 1001nights

Die Gesundheitsbehörden aus El Salvador berichten, dass die Zahl der Typhus-Erkrankungen im Land weiterhin zugenommen hat. Insgesamt wurden in diesem Jahr 517 Erkrankungsfälle registriert. Nach Aussage der örtlichen Behörden ist die Zahl der Typhuskranken vor allem in den vergangenen Wochen weiter angestiegen, so dass eine weitere Zunahme der Erkrankungen zu erwarten ist. Im  Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es rund 200 Typhuserkrankungen weniger. Als Ursache werden verunreinigte Lebensmittel, Speisen und Getränke vermutet. In einigen Stadtteilen von San Salvador bestehen mangelhafte hygienische und sanitäre Bedingungen, so dass die Bevölkerung und Besucher in diesen Regionen einem stärkeren Infektionsrisiko ausgesetzt sind. Die Erreger der Krankheit werden vor allem auf fäkal-oralen Weg über verunreinigte Nahrungsmittel (v.a. ungewaschene Früchte, Gemüse, Milchprodukte, Fleisch) als und durch Trinkwasser (bei schlechten hygienischen Verhältnissen) aufgenommen. 

Reisende sollten sich schützen

Nicht nur schlechte sanitäre und hygienische Verhältnisse können für die Übertragung verantwortlich gemacht werden, sondern auch hygienische Nachlässigkeit in der Zubereitung der Speisen. Ebenso können auch sogenannte  „Dauerausscheider“ unter dem Küchenpersonal in Restaurants oder Hotels als Infektionsquelle in Betracht kommen.  Dadurch sind auch Hotelreisende vor einer Infektion mit den Typhuserregern nicht sicher. Im Jahr 2017 wurden 78 Typhus-Erkrankungen unter deutschen Reiserückkehrern gezählt. Die meisten Erkrankungen wurden bei Nicht-geimpften beobachtet, die sich im Ausland aufhielten. Mindestens 12% aller Fälle wurden in Mittelamerika registriert. Reisenden wird daher empfohlen, eine sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene einzuhalten. Ein Typhus-Impfschutz sollte bei Reisen in Risikogebiete oder bei erhöhtem Risiko durch Rucksack- oder Trekkingreisen in Betracht gezogen werden.