1. Aug 2013

Europaurlaub: Guter Hitzeschutz empfohlen

In die Krankenhäuser werden derzeit vermehrt Patienten mit Herz- und Kreislaufbeschwerden eingeliefert. Die Beschwerden reichen vom Sonnenstich und Hitzekollaps bis hin zur Hitzeerschöpfung und zum Hitzeschlag. Durch die starke Hitzeperiode die derzeit in vielen Teilen Europas anhält sollten Verhaltenweisen, die ansonsten eher in den tropischen Ländern Anwendung finden, auch hier durchgeführt werden.

Wann kommt es zum Hitzekollaps?

Ein so genannter „Hitzekollaps“ tritt vor allem bei körperlicher Belastung auf. Eine verminderte geringe Trinkmenge, zu enge Kleidung und Kreislaufschwäche begünstigen die Kollapsentwicklung. Der Kollaps ist zumeist von kurzer Dauer, sowie mit Schwindel und Schwitzen verbunden. Durch eine ausgiebige Flüssigkeitszufuhr (vor allem von Elektrolyten!) und der so genannten „Schocklagerung“ (Kopf tief – Beine hoch) kann eine Erleichterung der Beschwerden herbeigeführt werden.

Was ist ein Hitzeschlag? 

Stärkere Kreislaufdysregulationen können zum so genannten „Hitzeschlag“ führen. Der Hitzeschlag wird im Volksmund oft "Anstrengungshitzschlag" genannt, weil er zumeist auf körperliche Anstrengungen unter Hitzebedingungen zurückzuführen ist. Bei älteren Menschen kann es auch ohne körperliche Aktivitäten zu einem Hitzeschlag kommen. Warme Kleidung, Medikamenteneinnahmen, Alkohol Übergewicht oder unzureichende Trinkmengen können einen Hitzeschlag begünstigen. Die ersten Anzeichen können Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Schwindel, psychische und physische Unruhe, sowie eine trockene und heiße Haut sein. Die Körpertemperatur kann auf über 40 °C ansteigen! Im weiteren Verlauf kann es zum Kreislaufschock und Krampfanfällen bis hin zum Koma kommen.

Hitzeerschöpfung kann zum Schock führen

Eine Hitzeerschöpfung kann durch Wassermangel (z.B. durch unzureichende Trinkmengen, starke Durchfälle oder permanentes, starkes Schwitzen) als auch durch Salzmangel (z.B. durch permanentes, starkes Schwitzen oder mangelnden Salzkonsum z.B. durch die Nahrung) auftreten. Je nach Verlauf und Ausprägungsstärke können leichte Beschwerden wie Schwindel, Schwäche, psychische und physische Störungen, als auch Bewusstseinsstörungen und eine Schocksymptomatik auftreten.

Was ist zu tun im Notfall?

Daher sollte vor allem bei Freizeitausflügen und Kurzurlauben auf bestimmte Vorsichtsmaßnahmen geachtet werden. Eine der wichtigsten Verhaltensweisen besteht darin sich so wenig wie möglich der prallen Sonne auszusetzen – vor allem die Mittagssonne ist zu vermeiden. Auch Anstrengungen jeglicher Art - v.a. Sport und andere körperlich anstrengende Freizeitaktivitäten – sollten bei den hohen Außentemperaturen unterlassen werden. Wichtig ist auch eine ausreichende Trinkmenge von mindestens 3 Litern Wasser am Tag. Kollabierende Personen sollten umgehend in eine kühle Umgebung gebracht und durch äußere Kühlmaßnahmen (z.B. kalte Wadenwickel) behandelt werden. Des Weiteren sollte sofort medizinische Hilfe gerufen werden.