22. Jan 2015

Fidschi Inseln: Typhus in Bua

iStock/Halstenbach Im Januar meldeten die örtlichen Gesundheitsbehörden mehrere Typhus-Fälle aus der Provinz Bua, auf der nördlichen Insel Vanua Levu. Die Infektionskrankheit tritt gelegentlich und landesweit im Inselstaat Fidschi auf. In diesem Fall wurden die ersten Fälle bereits nach Neujahr berichtet. Die häufigsten Infektionsquellen sind verunreinigtes Trinkwasser oder Lebensmittel. Die Fidschi Inseln sind im Südpazifik eine der beliebtesten Ferieninseln, v.a. die kleinen Resortinseln auf den Mamanucas, den Yasawas oder die Strände der Coral Coast auf der Hauptinsel Viti Levu. Viele Taucher zieht es alljährlich auf Taveuni und Vanua Levu.

Auch Urlauber sind gefährdet

Rund 60 deutsche Reisende erkranken alljährlich an Typhus. Davon haben rund 90% die Infektion während ihres Auslandsaufenthaltes erworben. Die häufigsten Typhus-Infektionen werden in Asien (v.a. Indien) erworben. Doch auch bei Reisen nach Mittel- und Südamerika kommt es nicht selten zu Infektionen bei Reisenden. Nicht nur schlechte sanitäre und hygienische Verhältnisse können für die Übertragung verantwortlich gemacht werden, sondern auch hygienische Nachlässigkeit in der Zubereitung der Speisen. Ebenso können auch sogenannte  „Dauerausscheider“ unter dem Küchenpersonal in Restaurants oder Hotels als Infektionsquelle in Betracht kommen.  Dadurch sind auch Hotelreisende vor einer Infektion mit den Typhuserregern nicht sicher.

Erregerübertragung durch verunreinigte Lebensmittel oder Trinkwasser

Die Erreger der Krankheit werden vor allem auf fäkal-oralen Weg über verunreinigte Nahrungsmittel (v.a. ungewaschene Früchte, Gemüse, Milchprodukte, Fleisch) als und durch Trinkwasser (bei schlechten hygienischen Verhältnissen) aufgenommen. Reisenden wird empfohlen, eine sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene einzuhalten. Ein Typhus-Impfschutz sollte bei Reisen in Risikogebiete oder bei erhöhtem Risiko durch Rucksack- oder Trekkingreisen in Betracht gezogen werden.