5. Apr 2015

Flugangst: Was kann man tun?

iStock/Johannes Compaan

Flugangst begleitet viele deutsche Reisende in ihre fern gelegenen Urlaubsziele. Viele von ihnen schaffen den Weg in die Ferne gar nicht, da die Angst vor dem Fliegen so groß ist, dass sie sich nicht zu einer Flugreise durchringen können. Flugzeugunglücke erhöhen die Ängste und führen zu allgemeinen Verunsicherungen. Was kann man tun?

Aufklärung, Zahlen und Statistik sind meist beruhigende Informationen

Eine Wunderpille oder allgemein wirksame Hilfe bei Flugangst gibt es leider nicht. Dennoch gibt es viele Hilfestellungen, die die Angst mindern können. Aufklärung ist der beste Weg um Vorurteile und unbegründete Ängste abzubauen. Zahlen und Statistiken zur Flugzeugtechnik können dazu beitragen, den bestehenden Ängsten reelle Zahlen gegenüber zu stellen. Das kann in manchen Fällen schon eine beruhigende Wirkung haben. Das Fliegen gehört zu den sichersten Fortbewegungsarten, da die Flugzeuge in der Regel gut gewartet werden und sich auf streng reglementierten Luftverkehrsstraßen fort bewegen. Sicherheitsmerkmale von Flugzeugen, sowie Kenntnisse über Flugabläufe, dienen dazu bestimmte Geräusche oder Situationen einordnen zu können und der Angst entgegenzuwirken.

Die Beruhigung und der Umgang mit verschiedenen Flugängsten kann gelernt werden

Verhaltensseminare können weiterhelfen, wenn die Angst zu groß ist. Bei diesen Seminaren wird gelernt, wie mit der Angst umzugehen ist. Wie man die Angst in den Griff bekommt, sie aushält und bestenfalls sogar zu überwinden vermag. Körperliche Beschwerden wie Zittern, Atemnot und Schweißausbrüche können überwunden werden, wenn man lernt wie man in der entsprechenden Situation am besten reagieren sollte. Häufig werden in zweitägigen Seminare. die von einem Piloten und einem Psychologen begleitet werden, die Flugsituation Schritt um Schritt durch gegangen und dabei Entspannungs- und Atemübungen sowie gedanklichen Strategie zur Stressbewältigung vermittelt. Manche Anbieter von Flugangstseminaren geben den Teilnehmern auch die Möglichkeit einen Flug im Rahmen des Kurses wahrzunehmen. Die Flüge werden von Psychologen begleitet, so dass der Umgang mit der Angst  unter realen Bedingungen zuzüglich zur Theorie eingeübt werden kann. Gleiches Angebot wird oftmals auch auf virtueller Ebene ausgesprochen. Hierzu gibt es noch keine verlässlichen Aussagen, welche der beiden Praxisübungen - virtuell oder reell - die bessere bzw. erfolgreichere ist.

Erholsame Fernziele belohnen alle Mühen und Strapazen

Trotz aller Hilfestellungen bleibt das Fliegen für den Menschen, der kein Vogel ist, eine unnatürliche Fortbewegungsart, die dadurch Ängste hervorrufen kann. Dazu gehört u.a. sich fremden Personen – wie dem Piloten im Cockpit – auszuliefern bzw. das eigene Leben anzuvertrauen, als auch in einem beengenden Raum, mit meist vielen Menschen für mehrere Stunden auszuharren. Lernt man mit diesen Ungewissheiten und Unbequemlichkeiten umzugehen, so belohnt oft ein entspannendes und Erholung versprechendes Fernziel alle Mühe und Strapazen.

Weiterführende Informationen zur Flugangst erhalten Sie unter anderem bei www.flugangst.de oder www.treffpunkt-flugangst.de.