24. Okt 2018

Griechenland: Wieder ein West Nil-Fieber-Todesfall

Aedes albopictus iStock / Tacio Philip

In Griechenland ist die Zahl der West Nil-Fieber Erkrankungen im Oktober auf mehr als 300 Fälle  angestiegen. Insgesamt 234 Patienten erkrankten mit ernsten Beschwerden und mussten stationär in Krankenhäusern behandelt werden. Am Donnerstag den 18. Oktober kam es in Larissa erneut zu einem Todesfall in Folge des West Nil Fiebers. Damit stieg die Zahl der Todesfälle in der diesjährigen West Nil-Fieber Saison auf 41 an. Seit Anfang Oktober wurden mehrere Personen durch die von Mücken übertragbare Erkrankung infiziert; 14 Patienten wiesen neurologische Beschwerden auf, die auf eine Beteiligung des zentralen Nervensystems schließen ließen.  

Italien meldet europaweit die meisten West Nil-Fieber Fälle  

Bis 18. Oktober 2018 wurden aus den Ländern der EU 1.436 West Nil-Fieber-Erkrankungen gemeldet. Die meisten Erkrankungen wurden in Italien (550) und Griechenland (302) registriert; weitere in Rumänien, Ungarn, Kroatien, Frankreich, Österreich, Bulgarien, Slowenien und der Tschechischen Republik. Auch in Nachbarländern der EU, wie zum Beispiel Serbien, Israel und dem Kosovo kam es zu Erkrankungen. Die Zahl der Toten betrug 172, mit den meisten Fällen in Italien (44), Griechenland (41), Rumänien (38) und Serbien (35), so wie vereinzelten Fällen in Bulgarien (11), der Tschechischen Republik (1), Ungarn (1) und dem Kosovo (1). Auch in Europa hat sich seit letzten Jahr das West Nil-Fieber über die Ländergrenzen hinweg weiter ausgebreitet. Der erste Erkrankungsfall wurde am 23. Juni 2015 aus Sofia, Bulgarien berichtet. Seither hat sich die Viruserkrankung auf mehrere Länder ausgebreitet. Die meisten Fälle innerhalb der EU werden aus Italien, insbesondere aus Milano gemeldet. In Frankreich und Portugal wurden bereits in den Jahren 2003 und 2010 West Nil-Fieber-Fälle berichtet. Die Verbreitung des Virus hat in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Zum Herbst hin klingt die Zahl der Erkrankungen im in Europa in der Regel ab. 

Mückenschutz und keine Blutspende  

Mit dem Oktober endet die eigentliche Hauptübertragungszeit des West Nil Fiebers. Die vielerorts warmen und milden Temperaturen sorgen jedoch dafür, dass die Überträgermücke noch weiterhin aktiv sein kann und sich somit die Zeit der Übertragung verlängert. Insbesondere gefährdet sind Kinder unter fünf Jahren, ältere Menschen und abwehrgeschwächte Personen. Die Krankheit wird durch Viren verursacht, die durch Mücken auf den Menschen übertragen werden. In der Regel verlaufen die meisten Infektionen ohne jegliche Beschwerden. Der einzige Schutz vor West-Nil Fieber besteht in sorgfältigen Mückenschutzmaßnahmen. Die Mücke ist tag- und nachtaktiv, so dass ein guter Mückenschutz (wie Haut bedeckende Kleidung, Antimückencremes, -lotionen, etc.) Tag und Nacht durchgeführt werden sollten.