5. Mrz 2021

Guinea: Ebola in der Nzérékoré Region

Afrika-Kinder2 interMEDIS / Pechel

Am 2. März 2021 meldeten die Gesundheitsbehörden von Guinea 17 Ebola-Fälle. Dabei handelte es sich um 13 bestätigte Erkrankungen und vier Verdachtsfälle. Bereits im Februar berichtete das Gesundheitsministerium von Guinea der Weltgesundheitsorganisation, dass im Zeitraum vom 18. Januar bis 13 Februar 2021 mehrere Ebola-Verdachtsfälle aus Gouécké, in der Nzérékoré Region berichtet wurden. Die Erkrankten zeigten Beschwerden wie Durchfall, Erbrechen und Blutungen. Insgesamt wurden zunächst sieben Fälle registriert, von denen fünf verstarben. Bis Mitte Februar ermittelten die Gesundheitsbehörden mehr als 190 Kontaktpersonen; weitere Personen erkrankten. Da eine geografische Nähe zwischen dem Ausbruchsort in Guinea und den Landesgrenzen zu Liberia bzw. der Elfenbeinküste besteht, gilt aktuell eine erhöhte Vorsicht bei Reisen in dieser Region. Die Gesundheitsbehörden der Nachbarländer Guineas führen neben Ebola-Impfkampagnen noch zusätzlich strenge Kontrollen durch.

Ebola auch in der Demokratischen Republik Kongo

In der Demokratischen Republik Kongo, in Nord Kivu wurden am 2. März 2021 insgesamt 11 Ebola-Fälle verzeichnet. Vier Patienten verstarben. Weiterhin mangelt es in vielen Regionen trotz größter Bemühungen der WHO und ihrer Kooperationspartner an der Durchführung von Bekämpfungs- und Präventionsmaßnahmen in der Bevölkerung. Auch nicht betroffene Gebiete in den Nord Kivu und Ituri Provinzen müssen weiterhin Vorsichtsmaßnahmen beachten, um auf eine mögliche Einschleppung des Virus vorbereitet zu sein.

Ebola-Virus wird auch durch direkten Kontakt von Mensch zu Mensch übertragen

Das Ebola-Virus überträgt sich häufig primär durch den Verzehr von infizierten Tierfleisch, z.B. unzureichend gekochtes Fledermaus- oder sonstiges Fleisch, auf den Menschen. Die weitere Ausbreitung erfolgt in der Regel durch direkten Kontakt von Mensch zu Mensch durch den Kontakt mit Blut oder anderen Körperflüssigkeiten eines Erkrankten oder an Ebola verstorbenen. Eine gute und rechtzeitige medizinische Versorgung ist erforderlich, um die Überlebungschance zu erhöhen; aber eine umfassende Versorgung ist im Land oftmals nicht gegeben ist. Der letzte größere Ausbruch der von 2014-2016 in West Afrika anhielt dauerte nahezu zwei Jahre und kostete mehr als 11.000  Menschen das Leben.