29. Mrz 2015

Guinea: Neue Vorsichtsmaßnahmen gegen Ebola

Blutabnahme, Afrika iStock/leoniepow Insgesamt 79 Ebola-Neuerkrankungen wurden in der Woche zum 22. März aus Westafrika gemeldet. Damit handelt es sich um die niedrigste Zahl die in diesem Jahr in wöchentlichen Abständen aus den Krisengebieten berichtet wurde. Die meisten Erkrankungen (45) wurden in Guinea registriert. Ein großer Rückschlag für das Land, in dem sich die Zahl der Erkrankungen zuletzt als rückläufig abzeichnete. Präsident Alpha Condé erließ daraufhin neue Notmaßnahmen für die betroffenen Regionen im Westen des Landes. Wie in Sierra Leone, soll nun auch in Guinea eine dreitägige Ausgangssperre dazu dienen, dass die Bewohner in ihren Behausungen bleiben, um eine Übersicht über weitere Erkrankungsfälle gewinnen zu können. Während dieser drei Tage werden freiwillige Helfer von Tür zu Tür gehen, um mögliche noch nicht registrierte Ebola-Kranke aufzuspüren. Ebenso sollen Aufklärungsgespräche zu Schutzmaßnahmen mit betroffenen Familien und Angehörigen erfolgen. Gesundheitszentren in denen sich Personal mit dem Ebola-Virus ansteckte sollen bis auf weiteres geschlossen werden. Bis Mitte April, so hoffen die Gesundheitsbehörden, würden durch diese neuen Vorsichtsmaßnahmen keine weiteren Erkrankungen mehr auftreten.

Zwischenzeitlich 25.000 Ebola-Fälle und rund 10.000 Todesfälle  

Weitere Erkrankungen wurden in der Woche zum 22. März aus Sierra Leone (33) und Liberia (1) gemeldet. Aktuell beläuft sich die Zahl der Ebola-Fälle seit Beginn des Ausbruchs auf nahezu 25.000 mit rund 10.000 Todesfällen. Unter dem Personal des Gesundheitsdienstes kam es zu 853 Erkrankungen und 494 Todesfällen. Insgesamt ist die Zahl der Ebola-Erkrankungen in Guinea auf 3.429 (2.263 Todesfälle), in Sierra Leone 11.841 (3.747 Todesfälle) und in Liberia 9.602 (4.301 Todesfälle) angestiegen. 

Reisewarnung unverändert 

Aufgrund der aktuellen Lage rät das Auswärtige Amt weiterhin von Reisen nach Guinea, Liberia und Sierra Leone ab und ruft zur Ausreise auf. Von dieser Empfehlung ausgenommen ist dringend benötigtes medizinisches, humanitäres oder technisches Personal im Zusammenhang mit der Bekämpfung der Ebola-Epidemie. Es ist nicht auszuschließen, dass die Ausreisemöglichkeiten aus den betroffenen Ländern weiter beschränkt werden.