2. Apr 2015

Honduras: Chikungunya-Fieber breitet sich weiter aus

iStock/Henrik_L Bis Ende März wurden landesweit in Honduras mehr als 12.000 Fälle von Chikungunya-Fieber berichtet. Die Patienten erkranken vor allem an hohen Fieber und Gelenkschmerzen. Am stärksten betroffen sind die Stadt San Pedro Sula mit über 5.000 Fällen v.a. in der Region von Cortés, sowie in Choluteca und Valle mit je mehr als 3.000 Fällen, als auch in Yoro und Francisco Morazan. Seit Beginn des Ausbruchs im August 2014 sind es über 18.000 gemeldete Chikungunya Fieber-Fälle im Land. Auch auf dem Festland Südamerikas nimmt die Zahl der Chikungunya-Fälle vielerorts zu. In Kolumbien wurden bis Ende März rund 249.000 Fälle beobachtet. Insgesamt 9.309 Neuerkrankungen wurden alleine in der Woche vom 15. Bis 21. März registriert - darunter auch Todesfälle. Viele der Todesfälle wurden in der Region von Norte de Santander berichtet.  

Chikungunya Fieber unter Reiserückkehrern  

Die Zahl der amerikanischen Touristen die sich in Mittel- und Südamerika ansteckten steigt weiter an. Am 25. März wurden aus 19 Bundesstaaten 68 Chikungunya Fieber-Fälle unter Reiserückkehrern aus der Karibik berichtet. Durch die starke Ausbreitung des Chikungunya Fiebers in der Karibik , Mittel- und Südamerika wurden viele internationale Reisende mit Chikungunya-Viren infiziert. In den Niederlanden waren es mehr als 180, in den USA sogar über 2.000 Fälle. Auch über 160 deutsche Reisende erkrankten an Chikungunya Fieber im vergangenen Jahr durch Aufenthalte in Ländern mit Chikungunya-Vorkommen.  

Chikungunya Fieber bald auch in Europa?   

Chikungunya wird hauptsächlich durch die Mückenart Aedes aegypti und Aedes albopictus übertragen, die vor allem in der Karibik und Südamerika vorkommen. Da die Mücke Aedes albopictus auch in Europa vorkommt, ist es durchaus möglich, dass durch den internationalen Reiseverkehr das durch die Mücke übertragene Virus in europäische Länder eingeschleppt und in den warmen Monaten des Jahres übertragen wird. Durch den Reiseverkehr schreitet die Ausbreitung des Chikungunya-Virus weiter fort. Ein guter und vorsorglicher Mückenschutz ist daher unbedingt erforderlich. Nachdem es keine Schutzimpfung gegen die Erkrankungen gibt, gelten als wichtigster Schutz Mückenschutzmaßnahmen. Reisende sollten daher in jedem Fall Haut bedeckende Kleidung tragen, Mückennetze am Schlafplatz einsetzen und insbesondere an freien Hautstellen sich regelmäßig - Tag und Nacht - mit Mückenabweisenden Cremes oder Lotionen einschmieren. Auch das Mitführen von Geräten die zum Fernhalten von Mücken Ultraschall-Signale aussenden, kann sinnvoll sein.