24. Aug 2013

Indien: Krim-Kongo-Fieber in Gujarat

Im Bundesstaat Gujarat, im Westen Indiens, wurden drei tödliche Verläufe des Krim Kongo-Fiebers registriert. Die Fälle wurden aus Barvalataluka im Distrikt von Ahmedabad gemeldet und werden derzeit genauer untersucht. Zuvor kam es in der Ortschaft Kariyana in Babra taluka im Amreli Distrikt zu vier bestätigten Krankheits- und Todesfällen. Der erste Krim Kongo Fieber-Fall wurde in Gujarat im Januar 2011 bei einer Frau aus Sanand registriert. Berichten zufolge wurden die Erreger bei infizierten Nutztieren nachgewiesen.  

Krim Kongo Fieber auch in Europa 

Das Erkrankungsrisiko für Touristen ist sehr gering. In den vergangenen 10 Jahren wurden in Deutschland nur zwei Fälle des importierten Krim Kongo-Fiebers bekannt (2009). Bei einem der Fälle handelte es sich um einen US-Soldaten der im Südosten Afghanistans stationiert war. Der andere nach Deutschland importierte Erkrankungsfall infizierte sich in der Türkei. Der 61-jährige Mann hielt sich an der Schwarzmeerküste auf und arbeitete dort auf einer Nussbaumplantage. Sowohl in Afghanistan als auch in der Türkei tritt das Krim Kongo Fieber regional gehäuft auf.  

Hauptübertragungszeit: Spätsommer und Herbst  

In Südeuropa (v.a. Türkei, Albanien, Griechenland und Bulgarien) kommt es regional gelegentlich zu einer Häufung des Krim Kongo Fiebers. Ansonsten tritt es vornehmlich in umfassenden Teilen Afrikas und Asiens (v.a. Naher Osten und Kleinasien) auf. Neben dem Menschen, sind vor allem Wild- und Nutztiere infiziert. Die Erreger werden durch Zeckenstiche oder durch Kontakt zu infizierten Tieren übertragen. Im Spätsommer und Herbst werden die meisten Krankheitsfälle berichtet.

Türkei kämpft gegen Krim Kongo Fieber in Nord- und Zentralanatolien

Erstmals 2002 wurde die Infektionskrankheit in der Türkei berichtet. Seither  wurden mehr als 3.000 Erkrankungsfälle und mehr als 200 Todesfälle registriert. Vor allem die ländlichen Regionen in Nord- und Zentralanatolien sind betroffen. Viele der Fälle stammen aus den Provinzen Tokat, Sivas, Gumushane, Amasya, Yozgat und Corum. Reisende, die diese Regionen besuchen, sollten daher gute Vorsichtsmaßnahmen treffen.  

Folgende Vorsichtsmaßnahmen sind empfohlen  

1. Das Tragen von Körperbedeckender, heller Kleidung (Zecken sind dadurch besser sichtbar).

2. Die nicht durch Kleidung bedeckten Hautpartien sollten mit Insektenabweisenden Mitteln eingecremt (z.B. DEET 30%) und die Kleidung eingesprüht werden (z.B. Permethrin). Schwangere und Kinder unter dem 12. Lebensjahr sollten vor der Verwendung der Insektizide einen Arzt zur Beratung konsultieren.

3. Nach einem Aufenthalt im Freien sollte der Körper auf Zecken abgesucht werden.

4. Zecken sind sofort zu entfernen und die Wunde zu desinfizieren.

5. Nach Zeckenstich, sollte die Stichstelle einige Tage beobachtet werden. Bei Auftreten von Hautausschlag, Blasenbildung oder anderen Beschwerden sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden.