5. Aug 2016

Italien: West Nil-Virus in Norditalien

iStock/tepic

Aus der italienischen Universitätsstadt Bologna wurde in diesem Jahr der erste West Nil Fieber-Fall berichtet. Zusätzlich wurde in den vergangenen Wochen auch in anderen Regionen Norditaliens  wie der Lombardei und Gebieten der Emilia Romagna, sowie in Sardinien das West-Nil-Virus in Mücken nachgewiesen. In Rumänien wurde je ein Erkrankungsfall in den Distrikten Dojil und Braila beobachtet. Bis 4. August 2016 wurden in diesem Jahr insgesamt fünf West Nil-Fieber-Erkrankungen innerhalb der EU und 22 Fälle in benachbarten Ländern festgestellt. Seit dem Jahr 1950 werden Erkrankungsfälle in Europa registriert und haben tendenziell in den vergangenen Jahren zugenommen. 

Saisonale Häufung der Erkrankungen: Juli bis September

Das West Nil-Virus tritt sowohl in tropischen als auch gemäßigten Zonen auf und kann über Stechmücken auf den Menschen übertragen werden. Auch Vögel, Pferde und andere Säugetiere können an West Nil-Fieber erkranken. Sowohl in Europa als auch in den USA beginnt mit den frühen Sommermonaten die Übertragungszeit für West Nil-Fieber. Die meisten Erkrankungen werden in den Monaten Juli bis September verzeichnet, wobei im September meist der Höhepunkt des saisonalen Ausbruchs erreicht wird. Gefährdet sind insbesondere Kinder unter fünf Jahren, ältere Menschen und abwehrgeschwächte Personen. Die Krankheit wird durch Viren verursacht, die durch Mücken auf den Menschen übertragen werden. In der Regel verlaufen die meisten Infektionen ohne jegliche Beschwerden.  Zum Herbst hin klingt die Zahl der Erkrankungen in Europa wieder ab.  

Mückenschutz bei Reisen  

Die Übertragungszeit beginnt mit den steigenden Temperaturen, da es durch die warmen Witterungen zu einer Zunahme der Mückenpopulationen kommt. Es gibt keine Impfung gegen die Krankheit. Daher besteht der einzige Schutz vor West-Nil Fieber in sorgfältigen Mückenschutzmaßnahmen. Die Mücke ist tag- und nachtaktiv, so dass ein guter Mückenschutz (wie Haut bedeckende Kleidung, Antimückencremes, -lotionen, etc.) Tag und Nacht durchgeführt werden sollte. Seit 2011 werden Blutspender die sich in Regionen der EU aufhalten in denen das West Nil-Fieber aktuell auftritt entweder mittels Blutuntersuchungen auf die Erkrankung untersucht bzw. von der Blutspende ausgeschlossen.