11. Jan 2014

Japan: Dengue Fieber bei deutscher Touristin

Eine deutsche Reisende erkrankte kurz nach ihrer Rückreise an Dengue Fieber. Die Reisende hielt sich auf einer zwei wöchigen Rundreise in Honshu, Japan auf. Die Patientin litt nach ihrer Rückkehr an hohem Fieber und Übelkeit - nach kurzer Zeit entwickelte sie einen Hautauschlag. Die Reisende bemerkte während ihres Aufenthaltes in Fuefuki mehrere Mückenstiche. Blutuntersuchungen nach ihrer Rückkehr ergaben, dass es sich um eine Infektion mit dem Dengue Fieber-Virus handelt. Bei diesem Fall handelt es sich um den ersten Dengue Fieber-Fall der aus Japan nach Deutschland importiert und bekannt wurde. Es ist bislang noch unklar, ob im vergangenen Jahr noch mehr deutsche Reisende sich während ihres Japanaufenthalts an Dengue Fieber infizierten.

Dengue Fieber ist bei Reisenden meist eine selbstlimitierende, fieberhafte Erkrankung 

Mücken übertragen die Dengue-Viren. Das „klassische Dengue“ ist eine kurz dauernde, selbstlimitierende, fieberhafte Erkrankung mit starken Muskel- und Gelenkschmerzen. Ernste Verlaufsformen, die zu diffusen Blutungen (hämorrhagisches Dengue) und Kreislaufversagen (Dengue Schocksyndrom) führen können, werden bei wiederholter Infektion beobachtet und betreffen in den meisten Fällen die einheimische Bevölkerung, selten jedoch den Reisenden. Die Gesamtzahl der jährlichen Erkrankungen wird auf 30 bis 60 Millionen geschätzt.  

Mehr als 850 Dengue Fieber Fälle bei deutschen Reiserückkehren   

Die meisten Dengue Fieber-Infektionen deutscher Reisende werden im asiatischen Raum erworben (rund 75%). Nach Schätzungen fahren jährlich rund 3 Millionen Reisende in potentielle Risikogebiete. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr rund 850 Dengue Fieber-Fälle bei deutschen Rückreisenden aus verschiedenen Reiseländern gezählt. Es gibt keine Impfung gegen Dengue-Fieber. Daher sollten Reisende gute Mückenschutzmaßnahmen durch z.B. Haut bedeckende Kleidung, Mückennetze, Mückenabweisende Lotionen, Sprays, Hochfrequenz-Schall-Geräten, etc. durchführen.