16. Mrz 2019

Japan: Masern in Osaka

Japan, Osaka Einkaufspassage iStock / javarman3

Die Zahl der Masernerkrankungen in Japan, hat in diesem Jahr deutlich zugenommen. Nach Aussage der örtlichen Gesundheitsbehörden wurden seit September 2018 wöchentlich zwischen ein bis neun Masernfälle registriert. In den ersten sieben Wochen dieses Jahres waren es hingegen zwischen 22 bis 47 Masernerkrankungen pro Woche. Damit ist die Zahl der Erkrankten in diesem Jahr bereits auf über 220 Fälle angestiegen. Die Fälle wurden in 20 Regionen beobachtet, u.a. in Osaka, Mie, Aichi, Tokyo, Kyoto, Kanagawa, Wakayama, Gifu, Hiroshima, Chiba, Hokkaido, Ibaragi, Shizuoka, Tochigi, Saitama, Shiga, Hyogo, Nara, Okinawa, Iwate und Kumamoto. Bereits im Frühjahr des Vorjahres hat es in Okinawa einen Masernausbruch gegeben.

Reisende sollten Masernimpfschutz überprüfen 

Durch Urlauber und den weltweiten Reiseverkehr werden immer wieder Masern-Infektionsketten in Gang gesetzt. Die meisten Erkrankungsfälle werden vor allem in Regionen mit einer geringen Masern-Durchimpfungsrate festgestellt. Das deutsche Robert Koch-Institut empfiehlt daher auch Reisenden den Masernimpfschutz zu überprüfen. Ungeimpften Personen bzw. Personen, die noch keine Masern durchgemacht haben und in ein Masern-Epidemiegebiet reisen oder in medizinischen Einrichtungen zur Behandlung von Kindern, Tagesstätten, Kinderheimen, u. ä. arbeiten, wird eine Impfung empfohlen. Nach 1970 geborene ungeimpfte bzw. in der Kindheit nur einmal geimpfte Personen > 18 Jahre oder nach 1970 geborene Personen > 18 Jahre mit unklarem Impfstatus ist ebenfalls eine Impfung empfohlen.