30. Mai 2015

Karibik: Aktuelles Chikungunya-Vorkommen

iStock/mathieu-julien Der Chikungunya-Fieber Ausbruch, der seit Ende 2013 seinen Anfang auf der Insel Saint Maarten gefunden hatte, hält weiter an. Seither sind mehr als 1,3 Mio. Fälle aus der Karibik, so wie aus Mittel- und Südamerika berichtet worden – darunter 190 Todesfälle.

Länder und Inseln mit aktuellen Chikungunya-Vorkommen

In folgenden Ländern, Inseln oder Regionen hat es 2014 und 2015 Chikungunya Fieber-Fälle gegeben: Belize, Bermuda, Bolivien, Brasilien, Kolumbien, Costa Rica, Ecuador, El Salvador, Französisch Guyana, Guatemala, Guyana, Honduras, Nicaragua, Mexico, Panama, Paraguay, Suriname, Venezuela und die Vereinigten Staaten von Amerika. Ebenso waren folgende Karibische Inseln betroffen: Aruba, Anguilla, Antigua & Barbuda, Bahamas, Barbados, Brit. Jungferninseln, Cayman Inseln, Curacao, Dominica, Dominikanische Republik, Grenada, Guadeloupe, Haiti, Jamaika,  Martinique, Montserrat,  Puerto Rico, Saint-Barthélemy,  Saint Kitts & Nevis,  Saint Lucia, Saint Martin, Saint Vincent & Grenadinen, Sint Maarten, Trinidad & Tobago, Turks &Caicos, Jungferninseln (US).

Die Überträgermücke kommt auch in Europa vor

Die häufigsten Überträgermücken sind  Aedes aegypti und Aedes albopictus die in der Karibik, sowie in Nord-, Mittel- und Südamerika weit verbreitet vorkommt. Die Überträgermücke Aedes albopictus kommt auch in Europa vor, was in jüngster Zeit dazu geführt hat, dass Chikungunya-Erkrankungen während der Sommer- und warmen Herbstmonate auch in europäischen Ländern aufgetreten sind. Die typischen Beschwerden sind Fieber, sowie starke Kopf-,  Muskel- und Gelenkbeschwerden. Während das Fieber häufig nach drei bis fünf Tagen von selber abklingt, können hingegen die Gelenkschmerzen nicht selten über Wochen und Monate andauern.

Chikungunya Fieber unter Reiserückkehrern

Durch die starke Ausbreitung des Chikungunya Fiebers in der Karibik, Mittel- und Südamerika wurden viele internationale Reisende mit Chikungunya-Viren infiziert. Eine Untersuchung englischer Touristen im vergangenen Jahr zeigte, dass 88% aller Chikungunya-Erkrankungen auf Reisen in die Karibik oder Südamerika zurückzuführen waren. Auch in Deutschland wurden im Vorjahr sehr viele Chikungunya-Infektionen bei Reisen in diese Regionen beobachtet. Insgesamt waren es 162 Chikungunya Fieber-Fälle die bei deutschen Touristen durch Aufenthalte in Ländern mit Chikungunya-Vorkommen registriert wurden.

Guter Mückenschutz ist wichtig

Durch den Reiseverkehr schreitet die Ausbreitung des Chikungunya-Virus weiter fort. Ein guter und vorsorglicher Mückenschutz ist daher unbedingt erforderlich. Nachdem es keine Schutzimpfung gegen die Erkrankungen gibt, gelten als wichtigster Schutz Mückenschutzmaßnahmen. Reisende sollten daher in jedem Fall Haut bedeckende Kleidung tragen, Mückennetze am Schlafplatz einsetzen und insbesondere an freien Hautstellen sich regelmäßig - Tag und Nacht - mit Mückenabweisenden Cremes oder Lotionen einschmieren. Auch das Mitführen von Geräten die zum Fernhalten von Mücken Ultraschall-Signale aussenden, kann sinnvoll sein.