4. Jan 2015

Karibik: Zahl der Chikungunya-Fälle steigt weiter an

iStock/aimintang Die Zahl der Chikungunya Fieber-Fälle in der Karibik ist in den vergangenen Wochen weiter angestiegen. Von verschiedenen Inseln und Ländern wurden vermehrt Erkrankungen gemeldet. Die meisten Fälle werden nach wie vor aus Guadeloupe und Martinique berichtet. Seit Beginn des Ausbruchs 2013 wurden mehr als 81.000 Erkrankungen in Guadeloupe und mehr als 72.000 in Martinique registriert. In St. Martin und St. Barthelemy ist der Ausbruch mit über 4.800 und nahezu 1.400 Fälle rückläufig. Auch von den Cayman Inseln wurden Mitte Dezember rund 70 Chikungunya Fieber-Fälle berichtet. In Jamaika wurden ebenfalls vereinzelte Erkrankungen beobachtet.

Auf dem Festland breitet sich der Chikungunya-Ausbruch noch sehr viel stärker aus

So wurden bis vor wenigen Wochen rund 155.000 Chikungunya Fieber-Fälle aus El Salvador und rund 60.000 Fälle in Kolumbien registriert. In Nicaragua ist auch die Hauptstadt betroffen. In Kolumbien liegen die Schwerpunkte des Ausbruchs in Bolivar, Magdalena, Atlantico, Cesar und Norte de Santander. In Venezuela wird die Zahl der Infizierten seit Beginn des Ausbruchs sogar auf nahezu 1,4 Millionen geschätzt.

Viele Reisende erkrankten

Durch die starke Ausbreitung der Infektionskrankheit wurden auch viele Reisende mit Chikungunya-Viren infiziert. In den Niederlanden betrug die Zahl mehr als 180, in den USA sogar über 2.000 Fälle. Auch mehr als 130 deutsche Reisende erkrankten an Chikungunya Fieber im vergangenen Jahr.

Guter Mückenschutz ist wichtig

Durch den Reiseverkehr schreitet die Ausbreitung des Chikungunya-Virus weiter fort. Chikungunya-Fieber wird durch Mücken übertragen. Ein guter und vorsorglicher Mückenschutz ist daher unbedingt erforderlich. Nachdem es keine Schutzimpfung gegen die Erkrankungen gibt, gelten als wichtigster Schutz Mückenschutzmaßnahmen . Reisende sollten daher in jedem Fall Haut bedeckende Kleidung tragen, Mückennetze am Schlafplatz einsetzen und insbesondere an freien Hautstellen sich regelmäßig - Tag und Nacht - mit Mückenabweisenden Cremes oder Lotionen einschmieren. Auch das Mitführen von Geräten die zum Fernhalten von Mücken Ultraschall-Signale aussenden, kann sinnvoll sein.