8. Mai 2015

Kenia: Cholera-Ausbruch in der Hauptstadt Nairobi

Kenia, Nairobi, Kibera Slum iStock/master2 Aus Kenia wurden in den vergangenen Tagen vermehrt Cholera-Fälle registriert. Am 3. Mai wurden vor allem aus dem Nakuru County mehrere Fälle berichtet – darunter auch 10 Todesfälle. Zunächst waren von dem Ausbruch Ponda Mali, Kwa Rhonda, Kiti und Kenlands betroffen. Der Nakuru County gilt nach Nairobi als das zweitgrößte County Kenias. In ihm liegen  Sehenswürdigkeiten wie der Nakurusee im Lake-Nakuru-Nationalpark und der Menengai-Krater. Auch aus dem Murang'a county weiter östlich von Nakuru und rund 70 km nordöstlich von Nairobi wurden vermehrt Cholera-Fälle registriert. Auch aus dem County Nairobi mit der gleichnamigen Hauptstadt wurden 30 Personen wegen Cholera in die örtlichen Krankenhäuser eingewiesen. Die meisten Erkrankungen werden aus Darajani in Laini Saba gemeldet. Seit dem 27. April werden Cholera-Fälle aus Kenias Hauptstadt Nairobi berichtet. Verunreinigungen des stark verschmutzten Nairobi Flusses tragen zur weiteren Ausbreitung der Infektionskrankheit bei.

Trekking-Reisende haben ein höheres Risiko   

Die Cholera ist eine akute Durchfall-Erkrankung die unbehandelt in wenigen Stunden tödlich enden kann. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt das weltweite Auftreten der Cholera auf jährlich rund 3 - 5 Millionen Erkrankungsfälle und 100 000 - 120 000 Todesfälle. Für Reisende besteht jedoch ein eher sehr geringes Risiko einer ernsten Erkrankung. Trekking-Touristen die in einfachen Unterkünften wohnen und in Risikogebieten unterwegs sind, sollten eine Impfung in Erwägung ziehen. Insbesondere dann, wenn kein sauberes Trinkwasser zur Verfügung steht. Hotelreisende sollten auf das Trinken von Leitungswasser oder auf die Verwendung von durch Leitungswasser hergestellten Eiswürfeln in Drinks, vollständig verzichten.

Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene ist wichtig

Sorgfältige Hygienemaßnahmen vor allem in der Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene sind immer und für jeden Reisenden empfohlen. Diese Schutzmaßnahmen dienen nicht nur dem Schutz vor den Choleraerregern, sondern auch anderen häufiger auftretenden Magen-Darm-Infektionskrankheiten die in tropischen und subtropischen Ländern vorkommen. Eine Impfung kann bei Reisen in Risikogebiete erwogen werden, v.a. bei  erhöhtem Infektionsrisiko z.B. bei Hilfseinsätzen in Cholera-Risikogebieten, speziell unter mangelhaften hygienischen Bedingungen und während aktuellen Cholera-Ausbrüchen