4. Jul 2018

Kenia: Rift Tal-Fieber in Wajir

Tansania Kühe interMEDIS

Das Gesundheitsministerium von Kenia meldete im Juni 2018 mindestens 26 Rift Tal Fieber-Fälle die bei Einwohnern in den Regionen von Wajir und Marsabit. Mindestens sechs Patienten verstarben. In den Regionen und Distrikten von Garissa, Kadjiado, Kitui, Marsabit, Tana River und Wajir sind viele Nutztiere aus dem Viehbestand infiziert. Bereits in der den vergangenen Jahren trat das Rift Tal Fieber in Distrikten Kenias auf, u.a. in Garissa, Ijiara, Lamu, Thika, Maragua, Wajir, Tana River, Kilifi, Malindi, Taita Taveta, Isiolo, Kirinyaga, Kajiado und Nairobi.
 
Rift-Tal Fieber in vielen Regionen Afrikas 

Das Rift-Tal Fieber (Rift valley fever) ist eine Viruserkrankung die in verschiedenen Regionen Kenias, Ugandas, Tansanias, Äthiopiens, Zentralafrikas, Sudans und des südlichen Afrikas, einschließlich Madagaskar, auftritt. Bei den so genannten „Hauswiederkäuern“ wie zum Beispiel Rindern, Schafen oder Ziegen kann es zu einem seuchenartigen Auftreten, mit etlichen Todesfällen, kommen. Im Zusammenhang mit diesen Tierseuchen kann es in der Folge auch zur Übertragung des Virus auf den Menschen kommen. Der Mensch infiziert sich entweder direkt durch den Kontakt mit Organen und Blut erkrankter Tiere, vor allem Rinder und Schafe oder auch mittels „Tröpfcheninfektion“ durch Aerosole die von erkrankten oder toten Tieren ausgehen und dann eingeatmet werden. Daher sind insbesondere Landwirte und Personen die in engen Kontakt zu Tieren stehen bzw. sie schlachten und essen einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt. Eine Virusübertragung durch rohe Milch infizierter Tiere als auch durch Mückenstiche ist ebenfalls möglich.

Reisende sind sehr selten betroffen

Nach einer Inkubationszeit von 3 bis 7 Tagen treten beim Menschen meist unspezifische, grippeähnliche Allgemeinbeschwerden, wie u.a. Kopfschmerzen, Gelenk- und Muskelschmerzen, Übelkeit und Fieber auf. Die Beschwerden können einige Tage andauern und dann ausheilen oder auch zu Komplikationen führen. Bei einem ernsten Krankheitsverlauf kann es zu schweren inneren Blutungen, Entzündung der Leber (Hepatitis), Erblindung oder auch zu einer Entzündung des Gehirns (Enzephalitis) kommen. Reisende sollten sich von Rindern, Ziegen und Schafen, so wie von Tierkadavern fernhalten. Sorgfältige Mückenschutzmaßnahmen sind immer empfohlen.