2. Dez 2021

Kolumbien: Dengue Fieber in Chocó

Gelbfiebermücke, Aedes aegypti iStock/smuay

Nach Aussage des kolumbianischen Gesundheitsamtes wurden vermehrt Dengue Fieber- Fälle aus den Regionen Atlántico, Cauca, Casanare, Cesar, Chocó, Córdoba, La Guajira, Magdalena, Nariño, Norte de Santander, San Andrés und den Distrikten Barranquilla, Buenaventura, Cartagena und Santa Marta gemeldet. Insgesamt sollen 52 Gemeinden aktuell von einem Dengue Fieber-Ausbruch betroffen sein. Bis 14. November 2021 wurden rund 35.000 Dengue Fieber-Fälle gemeldet, darunter 39 Todesfälle.

Mücken übertragen Dengue Fieber

Das Dengue Fieber-Virus wird durch tag- und nachtaktive Mücken übertragen. Reisenden in Regionen mit Dengue Fieber-Vorkommen wird daher empfohlen, sorgfältige Mückenschutzmaßnahmen durchzuführen. Dazu zählen unter anderem hautbedeckende Kleidung, Mückennetze, Mücken abweisende Cremes, Lotionen, Sprays, Räucherspiralen, Coils, etc. Da die ersten Beschwerden des Dengue Fiebers durch Fieber, Krankheitsgefühl, Kopf- und Gliederschmerzen meist sehr unspezifisch sind, können sie denen von COVID-19 ähneln. Viele Infektionskrankheiten beginnen unspezifisch, sodass zu Anfang oft nicht klar ist, um welche Infektion es sich handelt. Daher ist eine sofortige medizinische Abklärung ratsam, um Klarheit zu schaffen und eine frühestmöglich Behandlung zu initiieren. Durch Reisen in Länder mit Dengue Fieber-Vorkommen werden alljährlich viele Reisende infiziert, darunter auch deutsche Urlauber. Aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie und der damit verbundenen Reiseeinschränkungen haben die letzten Monate weniger Fernreisen stattgefunden, sodass in diesem Jahr nur einzelne Dengue Fieber-Fälle bei deutschen Reiserückkehrern registriert wurden.

Auch Malaria bildet vielerorts ein Problem

Auch für Malaria besteht ein ganzjähriges Übertragungsrisiko in vielen Regionen Kolumbiens unterhalb von 1.700 m Höhe. Ein erhöhtes Übertragungsrisiko besteht in den Land- und Dschungelregionen und variiert in den Gebieten. Ein hohes Risiko besteht an der Pazifikküste, sowie in Regionen der Departemenos Antioquia, Bolivar, Cordoba und Zuflussgebiete des Amazonas. Ein geringes Risiko besteht unterhalb von 1.700 m Höhe in Valle del Cauca, Putumayo sowie in Regionen die an die Hochrisikogebiete und im Rest des Landes. In vielen Regionen ist es sinnvoll eine Malaria-Chemoprophylaxe einzunehmen, in anderen Regionen genügt die Mitnahme eines Notfallmedikamentes. Um das Risiko einer Malaria zu reduzieren, empfiehlt das Robert Koch-Institut Reisenden sich rechtzeitig vor der Reise fachmännisch reisemedizinisch beraten zu lassen. Dabei sollten geeignete Prophylaxemaßnahmen festgelegt und regelmäßig vor, während und nach der Reise durchgeführt werden. Außerdem ist es wichtig die möglichen Symptome einer Malaria zu kennen, um bei Beschwerden rechtzeitig einen Arzt aufsuchen zu können, um eine schnelle Diagnosestellung und - wenn nötig - Behandlung einzuleiten.