15. Mai 2016

Kolumbien: Leishmaniose im Nordosten

iStock/somkcr

Aus Norte de Santander im Nordosten Kolumbiens, wird ein Leishmaniose-Ausbruch gemeldet. Nach Aussage der Gesundheitsbehörden kam es zu mehreren Krankheitsfällen in Arboledas, Chinácota, Bochalema, Tibú, Cucutilla, Toledo und Labateca. Insbesondere in Kaffee-Anbau-Gebieten werden derzeit vermehrt Erkrankungsfälle berichtet. Am stärksten betroffen scheint Arboledas zu sein. Hier werden fast täglich Erkrankungsfälle in Ciñera, Volcán, Guacamayas, Chicaguá alto, Villasucre und San Pablo beobachtet.

Vorsicht vor tag- und nachtaktiven Schmetterlingsmücken

Im Falle der Hautleishmaniose entwickelt sich ein Hautgeschwür, das häufig im Gesicht auftritt und meist erst nach Monaten unter Narbenbildung abheilt. Die Leishmaniose wird durch Parasiten (sog. Leishmanien) verursacht. Die Leishmanien werden durch den Stich der so genannten Schmetterlingsmücken übertragen. 

Gute Mückenschutzmaßnahmen

Reisende sollten gute Mückenschutzmaßnahmen durchführen. Dazu gehören u.a. das Tragen von Haut bedeckender Kleidung v.a. bei Ausflügen in die naheliegenden Regenwälder, das Auftragen von Mücken abweisenden Cremes und Lotionen auf unbedeckten Hautstellen, vor allem im Gesicht, Händen und Füßen – insbesondere an den Knochenstellen wo die Haut dünn ist und die Schmetterlingsmücke bevorzugt sticht.

Die Maschenweite der Mückennetze ist entscheidend

Auch ist es vorteilhaft sich beim Schlafen durch Mückennetze zu schützen. Dabei spielt die Maschenweite – vor allem bei der kleinen Schmetterlingsmücke – eine entscheidende Rolle. Normalerweise ist eine Maschenweite von  1,2 mm x 1,2 mm üblich und empfehlenswert. Die für einen guten Malariaschutz empfohlene Maschengröße beträgt 180-200 mesh/square inch. Die kleinen Schmetterlingsmücken, können durch diese Maschengröße jedoch hindurch treten. Sicher ist man vor ihnen nur unter einem engmaschigen Mückennetz (0,6mm x 0,6 mm) das mit einem Insektizid imprägniert ist. Zusätzlich helfen auch Insektenabtötende und -abweisende Mittel in Form von Aerosolen, Verdampfern, Kerzen, Räucherspiralen, Steckern u.ä. im Wohn- und insbesondere Schlafbereich die Stechmücken fernzuhalten.