24. Nov 2015

Lateinamerika: Ausbreitung des Chikungunya-Fiebers

iStock/7Michael Die Zahl der Chikungunya-Fälle im Lateinamerikanischen Raum ist in diesem Jahr auf über eine halbe Million angestiegen. Vom 1. Januar bis 13. November 2015 wurden insgesamt 594.678 Chikungunya Fieber-Fälle registriert. Von einer höheren Dunkelziffer durch nicht erfasste Fälle kann ausgegangen werden. Mit 391.149 Erkrankungen und 71 Todesfällen wurden die meisten Erkrankungsfälle in diesem Jahr aus Kolumbien berichtet. Ebenfalls hohe Erkrankungszahlen berichteten Honduras (71.835), Nicaragua (52.942), El Salvador (39.704), Ecuador (29.242), Venezuela (14.973), Brasilien (12.898) und Mexiko (9.622).   

Über 1,6 Millionen Chikungunya-Fälle in Lateinamerika  

Seit Beginn des Ausbruchs im Jahr 2013 ist die Zahl der Fälle auf über 1,6 Millionen in der Region angewachsen. In fast allen Ländern und Inseln Mittel- und Südamerikas sind seither Chikungunya Fieber-Fälle gemeldet worden u.a. Belize, Bermuda, Bolivien, Brasilien, Kolumbien, Costa Rica, Ecuador, El Salvador, Französisch Guyana, Guatemala, Guyana, Honduras, Nicaragua, Mexico, Panama, Paraguay, Suriname, Venezuela und die Vereinigten Staaten von Amerika. Ebenso waren folgende Karibische Inseln betroffen: Aruba, Anguilla, Antigua & Barbuda, Bahamas, Barbados, Brit. Jungferninseln, Cayman Inseln, Curacao, Dominica, Dominikanische Republik, Grenada, Guadeloupe, Haiti, Jamaika,  Martinique, Montserrat,  Puerto Rico, Saint-Barthélemy,  Saint Kitts & Nevis,  Saint Lucia, Saint Martin, Saint Vincent & Grenadinen, Sint Maarten, Trinidad & Tobago, Turks & Caicos, Jungferninseln (US). 

Auch Touristen sind erkrankt  

Durch die starke Ausbreitung des Chikungunya Fiebers in der Karibik, Mittel- und Südamerika wurden viele internationale Reisende mit Chikungunya-Viren infiziert. Eine Untersuchung englischer Touristen im vergangenen Jahr zeigte, dass 88% aller Chikungunya-Erkrankungen auf Reisen in die Karibik oder Südamerika zurückzuführen waren. Auch in Deutschland wurden im Vorjahr sehr viele Chikungunya-Infektionen bei Reisen in diese Regionen beobachtet. Insgesamt waren es 162 Chikungunya Fieber-Fälle die bei deutschen Touristen durch Aufenthalte in Ländern mit Chikungunya-Vorkommen registriert wurden.  

Am besten hilft ein guter Mückenschutz 

Durch den Reiseverkehr schreitet die Ausbreitung des Chikungunya-Virus weiter fort. Die Beschwerden wie z.B. Fieber, Kopf- und Gelenkschmerzen lassen auf Krankheit schließen. Allerdings gibt es Krankheiten die vom äußeren  Beschwerdebild sehr ähnlich verlaufen, wie zum Beispiel das Dengue Fieber.  Ein guter und vorsorglicher Mückenschutz ist daher unbedingt erforderlich. Nachdem es keine Schutzimpfung gegen die Erkrankungen gibt, gelten als wichtigster Schutz Mückenschutzmaßnahmen. Reisende sollten daher in jedem Fall Haut bedeckende Kleidung tragen, Mückennetze am Schlafplatz einsetzen und insbesondere an freien Hautstellen sich regelmäßig - Tag und Nacht - mit Mückenabweisenden Cremes oder Lotionen einschmieren. Auch das Mitführen von Geräten die zum Fernhalten von Mücken Ultraschall-Signale aussenden, kann sinnvoll sein.