11. Jun 2020

Malaysia: Chikungunya in Perak

Mücke iStock/Henrik_L

Aus Malaysia wurden bis Ende Mai rund 450 Chikungunya-Erkrankungsfälle gemeldet. Besonders betroffen sind die Distrikte Larut, Matang, Selama und Kinta. Die meisten Erkrankungen werden aus Kampar im Distrikt Perak berichtet. Perak ist einer der größten und bevölkerungsreichsten Bundesstaaten und liegt im Nordwesten der Malayischen Halbinsel. Das Chikungunya Fieber wird durch Virenverursacht und kommt überwiegend in Afrika, Südostasien, Indien, Süd- und Mittelamerika vor.

"Chikungunya" bedeutet "der gekrümmt Gehende" (Swahili)

Damit werden die Hauptbeschwerden der Erkrankung beschrieben, nämlich sehr starke Muskel- und Gliederschmerzen die zu einer schmerzhaft zusammengekrümmten Körperhaltung führen können. Meistens 7-9 Tage nach Infektion (Inkubationszeit 3-12 Tage) entwickelt der Patient hohes Fieber, eine Hautrötung (oft am ganzen Körper) und sehr starke Muskel- und Gelenkschmerzen, die ungefähr eine Woche anhalten. Danach tritt in der Regel eine Besserung des Allgemeinbefindens ein und die Krankheit heilt von selber aus. Bei 5-10% der Patienten können Gelenkschmerzen über Monate oder sogar Jahre anhalten.

Reisende in Risikogebiete sind gefährdet 

Durch die starke Ausbreitung des Chikungunya Fiebers wurden in der Vergangenheit viele internationale Reisende mit Chikungunya-Viren infiziert. Ein vorsorglicher und regelmäßig durchgeführter Mückenschutz ist bei Reisen in Länder mit Chikungunya-Vorkommen daher empfohlen. Da die Überträgermücke tag- und nachtaktiv ist, ist es von Bedeutung Mückenschutzmaßnahmen sowohl am Tag als auch in der Nacht durchzuführen. Dies gilt für die gesamte Aufenthaltsdauer in den Risikogebieten. Nachdem es keine Schutzimpfung für Reisende gegen die Erkrankungen gibt, gelten als wichtigster Schutz Mückenschutzmaßnahmen. Reisende sollten daher in jedem Fall Haut bedeckende Kleidung tragen, Mückennetze am Schlafplatz einsetzen und insbesondere an freien Hautstellen sich regelmäßig - Tag und Nacht - mit Mückenabweisenden Cremes oder Lotionen einschmieren.