23. Dez 2016

Malaysia: Malaria in Perak

iStock/smuay

In Perak in Malaysia ist die Zahl der Malaria-Erkrankungen in der Region von Pos Kemar Orang Asli in Gerik auf rund 130 Fälle angestiegen. Einige der Patienten mussten in Krankenhäusern stationär behandelt werden. Die Region, die nur wenig Kilometer von der Grenze zwischen Malaysia und Thailand entfernt liegt, galt bis vor Kurzem als eine Region mit geringem Malariarisiko. Es wird vermutet, dass der Malariaausbruch durch Reisende aus Hochrisikogebieten initiiert wurde, die den Krankheitserreger importiert haben. Der Malaria-Ausbruch hat bereits am 16. November 2016 seinen Anfang genommen und im Dezember zu einem Anstieg der Erkrankungszahlen geführt. In Malaysia leben geschätzt 1,3 Mio. Menschen in Malaria-Risikogebieten. Am stärksten betroffen sind die Distrikte in Sabah und Sarawak. Im Jahr 2013 wurden 2.921 Malaria-Fälle landesweit registriert, die in Malaysia selbst erworben wurden; 2014 waren es bereits 3.147. Der Malariaerreger P. knowlesi hat in Malaysia die vergangenen Jahre deutlich zugenommen. Alleine 2014 wurden 38% aller Malariafälle durch P. knowlesi verursacht. 

Guter Mückenschutz und Notfallmedikation 

Für Reisen nach Malaysia ist nur bei Besuch der Regionen im Landesinneren von Ost-Malaysia (Borneo, Sabah und Sarawak) die Mitnahme eines Malaria-Notfallmedikamentes empfohlen. Das Infektionsrisiko wird als gering eingeschätzt, die Städte und Küsten des Landes gelten als Malariafrei. Neben Malaria gibt es in Malaysia auch andere Erkrankungen die durch Mücken übertragen werden. Dazu zählen das Dengue-Fieber und das Chikungunya-Fieber. Beide Krankheiten werden durch Mücken übertragen, die Tag und Nacht aktiv sind. Daher können auch Reisende gestochen und mit den Viren infiziert werden. Reisenden wird daher empfohlen, sorgfältige Mückenschutzmaßnahmen regelmäßig durchzuführen. Zu diesen Schutzmaßnahmen gehören u.a. das Tragen von hautbedeckender Kleidung und das Auftragen von mückenabweisenden Cremes, Lotionen oder Sprays auf unbedeckten Hautstellen, als auch das Schlafen unter Mückennetzen oder auch das Verwenden von Insektenabtötende und –abweisende Mittel in Form von Aerosolen, Verdampfern, Kerzen, Räucherspiralen, Steckern u.ä. im Wohn- und insbesondere Schlafbereich.