27. Dez 2014

Malaysia und Sri Lanka: Starke Überschwemmungen und Erdrutsch

istock/apinunrin Durch starke Regenfälle mussten fünf Provinzen im Nordosten Malaysias evakuiert werden. Mehrere Dörfer und Städte sind von massiven Überschwemmungen betroffen und bedroht. Es ist eine der größten Wetter- und Hochwasserkatastrophen in den vergangenen Jahrzehnten. Da die Wetterwarnungen und -prognosen für Kelantan, Terengganu und Pahang weiterhin sehr viel Regen vorhersagen, haben bislang mehr als 120.000 Menschen ihre Häuser verlassen und suchen Zuflucht.

Sri Lanka: Überschwemmungen in den nördlichen und östlichen Landesteilen

Im rund zweieinhalbtausend Kilometer Luftlinie benachbarten Sri Lanka fallen die Überschwemmungen noch stärker aus. Hier sind ebenfalls die nördlichen und östlichen Landesteilen betroffen. Mehr als 800.000 Menschen sind von starken Überschwemmungen bedroht. Durch die massiven Regenfälle und Wassermengen kam es vielerorts zu gefährlichen Erdrutschen. Im zentral gelegenen Distrikt Badulla, kam es zu vereinzelten Todesfällen durch die starken Wasser- und Erdmassen, die sich durch die Straßen schoben. Viele Transport- und Bahnwege sind aufgrund der prekären Wetterverhältnisse ausgefallen. Seit dem 19. Dezember ist in 18 Distrikten der Wasserspiegel bedrohlich angestiegen. Die Distrikte Anuradhapura, Polonnaruwa und Batticaloa sind mit am stärksten betroffen. In den Küstenregionen haben die starken Regenfälle zwischenzeitlich etwas abgenommen, hingegen stieg der Wasserpegel durch das Unwetter in der zentralen nördlichen Region von Wilpattu weiter an. In den Nord, Nord-Zentral und Ost Provinzen wurden Notunterkünfte eingerichtet.  Bereits im Oktober, so die Polizei, sei es an einigen Orten aufgrund starker Regenfälle, zu schweren Überschwemmungen und Erdrutschen gekommen. Dabei wurden Menschen verletzt und kamen ums Leben.   

Hotels mussten schließen – Touristen wurden umgesiedelt

Das Auswärtige Amt weist darauf hin, dass auf Grund anhaltender Regenfälle insbesondere im Osten Sri Lankas (Batticaloa, Ampara Region) offenbar auch einige Hotels um Anuradhapura und Habarana temporär schließen mussten und Touristen in andere Hotels umgesiedelt wurden. Urlauber sollten vor ihrer Abreise in die betroffenen Regionen ihren Reiseanbieter kontaktieren und sich bezüglich der aktuellen Situation vor Ort beraten lassen. Das Auswärtige Amt informiert weiter, dass ausländische Staatsangehörige, die in die Northern Provinz von Sri Lanka reisen möchten, ab sofort eine Genehmigung einholen müssen. 

Erhöhtes Risiko für  Infektionskrankheiten  

Auf Grund der katastrophalen hygienischen Situation die durch die Fluten entstanden ist und der vielerorts zusammengebrochenen Trinkwasserversorgung, besteht in den Überschwemmungsgebieten ein erhöhtes Risiko für diverse Infektionskrankheiten. Durchfallerkrankungen, Hepatitis A und Typhus sind nur einige wenige Beispiele die infolge von Überschwemmungen vermehrt auftreten können. Ebenso  werden durch die vielen Wasserstellen,  die Zahl der Brutplätze von krankheitsübertragenden Insekten stark erhöht, so dass Erkrankungen wie Malaria und Dengue-Fieber sich entsprechend ausbreiten können. Auf einen gültigen Impfschutz v.a. gegen Tetanus, Diphtherie und Hepatitis A ist zu achten. Ebenso die Anwendung von Mückenabweisenden Cremes, Sprays oder Lotionen als geeignete Maßnahme sich vor Mückenstichen und somit vor Erkrankungen zu schützen, die auf diesem Weg übertragen werden. Reisende in die Überschwemmungsgebiete sollten zusätzlich gegen Typhus geimpft werden und sich nochmals kurz vor Abreise über die aktuelle Entwicklung vor Ort informieren.