29. Okt 2014

Mali: Erster Ebola Fall im Norden

Am 27. Oktober wurden bereits 13.703 Fälle seit Beginn des Ebola-Ausbruchs berichtet – darunter 4.922 Todesfälle. Davon wurden 6.535 Fälle aus Liberia gemeldet, 5.235 aus Sierra Leone und 1.906 aus Guinea. In Guinea sind vor allem die Regionen Guekedou und Macenta betroffen, in Liberia sind es vor allem die fünf Distrikte Bomi, Bong, Lofa, Margibi und Montserrado und in Sierra Leone Bombali, Kailahun, Kenema und Port Loko. In den vergangenen drei Wochen wurden die meisten neuen Fälle aus Sierra Leone (1.433) berichtet, weitere aus Liberia (867) und Guinea (666).

Mali meldet ersten Erkrankungs- und Todesfall 

Ein erster Erkrankungs- und Todesfall wurde am 23. Oktober 2014 bei einem zweijährigen Kind aus Mali berichtet.  Das kleine Mädchen reiste mit ihrer Großmutter aus Guinea wieder zurück nach Mali. Die medizinische Versorgung in Mali, insbesondere im Norden des Landes, stellt immer noch ein großes Problem dar. Die nördliche Hälfte Malis ist die Sahara. In Kayes  wurde die Patientin versorgt und verstarb wenig später. Die Stadt Kayes befindet sich auf der Haupt-Bahnstrecke von Bamako, der Hauptstadt Malis, nach Senegal und weiter nach Mauretanien. Auf ihrer Reise von Guinea nach Mali hatte das Mädchen viele Personenkontakte. Nach Aussage der WHO stehen derzeit über 80 Personen unter Quarantäne und Aufsicht. 

Immer mehr erkrankte Helfer

Die Zahl der an Ebola erkrankten Helfer ist am 27. Oktober 2014 auf 521 angestiegen. Insgesamt starben 272 medizinische Helfer. Die meisten Erkrankungsfälle wurden in Liberia (299) registriert, weitere in Sierra Leone (127) und Guinea (80). Vereinzelte Erkrankungsfälle meldete Nigeria (11), dass von der WHO aktuell jedoch als frei von Ebola deklariert wurde. Einzelne Erkrankungsfälle des Pflegepersonals, die sich um eingeflogene Ebola-Patienten aus Afrika kümmerten, wurden in Amerika (3) und Spanien (1) beklagt.