7. Jan 2018

Mexiko: Anstieg der Zika-Virus-Infektionen

iStock/cdwheatley

Aus Mittelamerika wurden weiterhin Zika-Virus-Infektionen berichtet. Im Dezember 2017 wurden aus dem zentralen Bundesstaat Morelos 166 Fälle berichtet – darunter 104 Schwangere; im nordöstlichen Bundesstaat Tamaulipas wurden im Dezember 2017 insgesamt 610 Infektionen gezählt und Sonora in Nordwesten meldete 60 Infektionen, die im Bundesstaat erworben wurden. Weitere Länder Mittelamerikas beobachten ebenfalls weitere Erkrankungen durch Zika-Virus-Infektionen. So wurden in Guatemala mehr als 450 Fälle gemeldet unter denen nahezu 50 Säuglinge mit einer sogenannten Mikroenzephalie (einem zu kleinen Gehirn) geboren wurden. In Honduras wurden bis Ende Dezember über 470 Zika-Virus-Fälle berichtet.  

Meistens verläuft die Infektion mild

Somit ist noch immer keine Entspannung der Zika-Situation in Mittelamerika zu erkennen. Reiserückkehrer sollten daher weiterhin auf Symptome achten. Auch wenn eine Infektion mit dem Zika-Virus mehrheitlich milde verläuft, so können Vorerkrankungen den Verlauf der Krankheit erschweren. Daher sollten Reiserückkehrer, insbesondere Reisende mit chronischen Krankheiten, bei einer auftretenden Fiebersymptomatik eine Infektion mit dem Zika-Virus medizinisch ausschließen lassen. Die gesundheitlichen Probleme ähneln den Beschwerden, die auch beim Dengue-Fieber auftreten können. Meistens kommt es bei der Erkrankung zu einem Hautausschlag mit Fieber, Augenrötung und Gelenkschmerzen. Der Hautausschlag besteht durchschnittlich für sechs Tage. Die Krankheitsdauer bei einer Zika-Virus-Infektion beträgt durchschnittlich 3-7 Tage. Unspezifische Beschwerden wie Fieber, Kopfschmerzen, Abgeschlagenheit, Muskel- und Gelenkschmerzen und Hautausschlag die innerhalb von 3 Wochen nach Reiserückkehr auftreten, können auf eine Infektion mit dem Zika-Virus hinweisen. Meistens verläuft die Infektion mit dem Zika-Virus jedoch milde oder auch unbemerkt und beschwerdefrei. 

Mückenschutz und Safer Sex  

Da sowohl Dengue Fieber als auch Zika-Virus-Infektionen durch Mücken übertragen werden, ist ein guter und vorsorglicher Mückenschutz unbedingt erforderlich. Reisende sollten daher in jedem Fall Haut bedeckende Kleidung tragen, Mückennetze am Schlafplatz einsetzen und insbesondere an freien Hautstellen sich regelmäßig - Tag und Nacht - mit Mückenabweisenden Cremes oder Lotionen einschmieren. Auch das Mitführen von Geräten die zum Fernhalten von Mücken Ultraschall-Signale aussenden, kann sinnvoll sein. Schwangere sollten weiterhin nicht in die betroffenen Länder reisen. Schwangere sollten wegen möglicher sexueller Übertragbarkeit der Viren laut WHO "Safer Sex" praktizieren, wenn ihre Partner in betroffenen Gebieten leben oder aus solchen zurückkehren.