31. Jul 2013

Mittelamerika: Mehr als 40.000 Dengue Fieber-Fälle

dengue2 In Mittelamerika wurden in den vergangenen Wochen vermehrt Dengue Fieber-Fälle berichtet. Insgesamt wurden in diesem Jahr mehr als 40.000 Erkrankungen gemeldet. Mit am stärksten betroffen ist Costa Rica mit annähernd 17.000 Fällen - darunter drei Todesfällen. In Honduras stieg die Zahl der Erkrankungen bis Ende Juni auf 2.700. Bei über der Hälfte der Erkrankten kam es zu einem ernsten Krankheitsverlauf - 15 Personen starben. In Nicaragua zählten die Gesundheitsbehörden mehr als 1.600 Dengue Fieber-Fälle (4 Todesfälle), in El Salvador mehr als 3.700 Fälle (1 Todesfall), in Panama 379 und in Guatemala 3.691 Erkrankungsfälle mit sechs Todesfällen. 

Erhöhte Gefahr während der Regenzeit 

Während der Regenzeit (Juni bis ungefähr Oktober) stehen für viele Insekten wie z.B. Mücken vermehrt Brutplätze zur Verfügung. Dadurch nimmt die Anzahl der Überträgermücken und somit das Infektionsrisiko für z.B. Malaria und Dengue-Fieber zu. Das Dengue-Fieber wird durch Mücken übertragen und kann bei wiederholten Infektionen zu ernsten und lebensbedrohlichen Verlaufsformen führen, sogenanntes Dengue hämorrhagisches Fieber. Von der Regenzeit betroffen sind u.a. die mittelamerikanischen Länder Belize, Costa Rica, El Salvador, Guatemala, Honduras, Nicaragua und Panama.  

Dengue Fieber nimmt auch bei deutschen Reisenden zu  

Das Dengue Fieber hat im vergangenen Jahr auch bei deutschen Reisenden in Risikoländern stark zugenommen. Wurden im Jahr 2011 noch 285 Dengue Fieber-Fälle berichtet, waren es im Jahr 2012 bereits 604 Fälle. In diesem Jahr sind es bereits 450 gemeldete Dengue Fieber-Fälle bei deutschen Rückreisenden. Der beste Schutz vor Dengue Fieber besteht durch sorgfältige Mückenschutzmaßnahmen – auch am Tag! Durch die Verwendung von Haut bedeckender Kleidung, Mückennetzen, Mückenabweisenden Lotionen, Sprays oder auch von Hochfrequenz-Schall-Geräten kann das Risiko deutlich reduziert werden.