28. Mrz 2019

Mosambik: Erste Cholera-Fälle

Wasserloch interMEDIS

Knapp zwei Wochen ist es her, dass der Zyklon „Idai“ über viele Regionen der südostafrikanischen Länder Mosambik, Malawi und Simbabwe zog. Der Sturm verursachte extrem starke Windböhen und monsunartige Regenfälle, die vielerorts zu Verwüstung und Überschwemmungen führten. Besonders stark betroffen ist in Mosambik der Dondo Distrikt nahe der Großstadt Beira in der Provinz Sofala. Nach Aussage des Internationalen Roten Kreuzes (IFRC) sind schätzungsweise 70.000 Menschen in Dondo von den Überschwemmungen betroffen. Das Gesundheitsministerium hat bis 26. März 2019 insgesamt 468 Todesfälle registriert; zahlreiche Personen werden weiterhin vermisst und mehr als 1.500 Menschen wurden verletzt. Mehr als 90.000 Häuser wurden zerstört, vorrangig in Sofala, Manica, Zambesia und Tete.  

Erhöhtes Risiko für  Infektionskrankheiten 

Auf Grund der katastrophalen hygienischen Situation in den Überschwemmungsgebieten und der vielerorts zusammengebrochenen Trinkwasserversorgung, besteht ein erhöhtes Risiko für Infektionskrankheiten, wie Durchfallerkrankungen, Cholera, Hepatitis A und Typhus. Das Internationale Rote Kreuz (IFRC) meldete in den vergangenen Tagen erste Cholera-Fälle. Mehr als 900.000 Impfdosen wurden in die Krisenregion geschickt. Ebenso  wird durch die vielen Wasserstellen, die Zahl der Brutplätze für Mücken erhöht, so dass Erkrankungen wie Malaria vermehrt auftreten können. Gesundheitshelfer die für Hilfswerke in die Krisenregionen reisen, sollten sich vor der Reise medizinische beraten lassen, um einen ausreichenden Impfschutz zu haben. 

Das Auswärtige Amt rät von Reisen in die betroffenen Gebiete ab.