15. Feb 2018

Namibia: Krim-Kongo-Fieber in Gobabis

interMEDIS / Pechel

Das Gesundheitsministerium von Namibia bestätigte am 6. Februar einen Krim-Kongo Fieber-Fall im Einzugsgebiet von Gobabis. Gobabis liegt im Osten Namibias und ist die Hauptstadt der Region Omaheke. Der 23-Jährige Patient erkrankte nach einem Zeckenstich. Die Erreger werden durch Zeckenstiche oder durch den Kontakt zu infizierten Tieren übertragen. Als er hohes Fieber entwickelte wurde er stationär zur Behandlung ins nahegelegene Krankenhaus gebracht. Bekämpfungs- und Vorsichtsmaßnahmen werden bereits in der betroffenen Region durchgeführt.  

Touristen haben ein geringes Risiko 

Das Erkrankungsrisiko für Touristen ist sehr gering. In den vergangenen Jahren wurden in Deutschland nur vereinzelnde Fälle des importierten Krim Kongo-Fiebers bekannt. In Südeuropa (v.a. Türkei, Albanien, Griechenland und Bulgarien) kommt es regional gelegentlich zu einer Häufung von Krim Kongo Fieber. Ansonsten tritt es vornehmlich in umfassenden Teilen Afrikas und Asiens (v.a. Naher Osten und Kleinasien) auf. Neben dem Menschen, sind vor allem Wild- und Nutztiere infiziert. Im Spätsommer und Herbst werden die meisten Krankheitsfälle berichtet.   

Vorsichtsmaßnahmen sind empfohlen 

  1. Das Tragen von Körperbedeckender, heller Kleidung (Zecken sind dadurch besser sichtbar).
  2. Die nicht durch Kleidung bedeckten Hautpartien sollten mit Insektenabweisenden Mitteln eingecremt (z.B. DEET 30%) und die Kleidung eingesprüht werden (z.B. Permethrin). Schwangere und Kinder unter dem 12. Lebensjahr sollten vor der Verwendung der Insektizide einen Arzt zur Beratung konsultieren.
  3. Nach einem Aufenthalt im Freien sollte der Körper auf Zecken abgesucht werden.
  4. Zecken sind sofort zu entfernen und die Wunde zu desinfizieren.
  5. Nach Zeckenstich, sollte die Stichstelle einige Tage beobachtet werden. Bei Auftreten von Hautausschlag, Blasenbildung oder anderen Beschwerden sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden.