13. Nov 2016

Nepal: Dengue Fieber in Kathmandu

Annatamila / Fotolia In Kathmandu, der Hauptstadt Nepals, wurden in den vergangenen Wochen vermehrt Dengue Fieber-Fälle berichtet. Die Erkrankungsfälle wurden in 16 Distrikten registriert. Betroffen ist vor allem Chitwan im inneren Terai, nahe der indischen Grenze. Aber auch der Distrikt Rupandehi am Fuße des Himalayas und der südöstlich gelegene Distrikt Jhapa melden Erkrankungsfälle. Insgesamt wurden mehr als 500 Dengue Fieber-Erkrankungen durch Blutuntersuchungen bestätigt. Mit einem Ausklang der Regenzeit wird eine Abnahme der Erkrankungsfälle berichtet.

Das klassische Dengue Fieber ist selbstlimitierend

In den Niederschlagsarmen Monaten November bis April wird Kathmandu gerne durch Touristen besucht. In dieser Zeit besteht auch für Reisende – vor allem in den ersten Wochen nach Beendigung der Regenzeit – ein Übertragungsrisiko für Dengue Fieber. Die Infektionskrankheit wird durch Viren verursacht, die durch Mücken auf den Menschen übertragen werden. Das "klassische Dengue" ist eine kurzdauernde, selbstlimitierende, fieberhafte Erkrankung mit starken Muskel- und Gelenkschmerzen. Bei einer 24-jährigen Frau aus Kathmandu die Mitte Oktober an Dengue Fieber erkrankte, wurde sogar ein kurzzeitiger Verlust des Kurzzeitgedächtnisses festgestellt.

Guter Mückenschutz empfohlen

Ernste Verlaufsformen, die zur Blutungsneigung und zum Dengue-Schocksyndrom führen können, werden bei wiederholter Infektion beobachtet, betreffen aber in den meisten Fällen die einheimische Bevölkerung, selten Reisende. Dennoch sollte bei Fieber sofort ein Arzt aufgesucht werden, um die Fieberursache zu klären. Der beste Schutz vor Dengue Fieber besteht durch sinnvolle Mückenschutzmaßnahmen die am Tag und in der Nacht durchgeführt werden sollten.