30. Mai 2017

Nepal: Zahl der Schlangenbisse nimmt zu

Vipern Fotolia / interpas

Aus Kathmandu wurden in den vergangenen Maiwochen vermehrt Schlagenbisse gemeldet. Viele Personen wurden durch Vipern – auch Ottern  -  gebissen und mussten stationär im Krankenhaus behandelt werden. Während der Monsunzeit nimmt die Zahl der Schlagenbisse alljährlich zu. Rund 60 Schlangenbisse wurden alleine im Juni vergangenen Jahres berichtet. Durch die bisher erhöhte Anzahl an Bissverletzungen, wird eine deutliche Zunahme  an Schlagenbissen in diesem Jahr erwartet. Personen die durch eine Giftschlage  gebissen werden sollten schnellst möglichst zum Krankenhaus gebracht werden. Vipern besitzen Giftzähne mit einem hochentwickelten Giftapparat der je nach Vipernart differiert. Die Gifte zerstören die Blut- und Gewebezellen im Körper der Opfer und können innere Blutungen und irreparable Gewebeschäden verursachen. Zudem gibt es Giftbestandteil die auf das Nervensystem des Opfers einwirken. Abhängig von der Schlangenart, ihrem Gift und der Giftmenge kann es zu unterschiedlichen Beschwerden kommen. So können unterschiedliche Beschwerden wie diverse Hautreaktionen, Übelkeit, Erbrechen, Nervenlähmungen, Bewusstseinsstörungen, Nierenschäden, Herzrhythmusstörungen mit unterschiedlicher Ausprägungsstärke auftreten.  

Vipern sind gefährliche Giftschlangen

Vipern sind in vielen Regionen der Welt vertreten und können mit ihrem Biss nach Injektion des Giftes beim Opfer in kürzester Zeit lebensgefährliche Komplikationen hervorrufen. Gegen viele Schlagengifte gibt es ein Gegengift, allerdings hängt dieses von der Schlagenart ab und ist leider auch nicht in allen Regionen und medizinischen Einrichtungen erhältlich. Neben dem Gegengift ist auch die Gabe von Antibiotika erforderlich, da die Giftzähne meist sehr verschmutzt sind. Ein schnelles Handeln entscheidet über den weiteren Verlauf. Kommt es zu einem Biss, sollte so schnell als möglich ein Arzt konsultiert werden, um rechtzeitig ein Antiserum zu spritzen und durch medizinische Maßnahmen gesundheitlichen Folgeschäden entgegenzuwirken. Die Bissstelle sollte  sofort gereinigt und desinfiziert werden. Auf keinen Fall sollte das Gift mit dem Mund abgesaugt werden, da es sonst über die Mundschleimhaut beschleunigt aufgenommen wird. So schwer es auch erscheinen mag, so gilt es vor allem die Ruhe zu bewahren und sich nach Möglichkeit wenig zu bewegen, da ansonsten die Giftausbreitung im Körper begünstigt wird. Wenn es die Situation erlaubt sollte, um den Kreislauf zu unterstützen, möglichst viel Flüssigkeit aufgenommen werden.

Fit For Travel gibt Ihnen einige Tipps um sich vor Bissen mit Gifttieren zu schützen.