17. Mai 2015

Nepal: Zerstörte Infrastruktur erhöht Seuchengefahr

Nepal, Bergregion iStock/Arnab_Maity Seit dem 25. April wird Nepal durch Nachbeben immer wieder erschüttert. Das letzte stärkere Nachbeben ereignete sich am 12. Mai mit einer Stärke von 7,4 auf der Richterskala. Die Infrastruktur und Versorgung ist infolge der Katastrophe vielerorts zusammengebrochen. Daher rät das Auswärtige Amt derzeit von nicht notwendigen Reisen nach Nepal ab. Vor allem das Langtang-Tal und Gebiete des Annapurna sind weiterhin von weiteren Erdrutschen bzw. Schneelawinen bedroht.

Seuchengefahr in Erdbebengebieten

Durch die zusammengebrochenen sanitären und mangelhaften hygienischen Umstände besteht in den Katastrophengebieten eine erhöhte Seuchengefahr. Bei dem Erdbeben am 25. April kamen mehrere Tausend Menschen zu Tode, etliche wurden verletzt. Die Infrastruktur kann nur notdürftig in den betroffenen Gebieten aufrechterhalten werden. Viele Straßen in den Regionen nördlich von Kathmandu sind durch die Erdrutsche verschüttet. Wie viele Touristen noch in den Bergen festsitzen, scheint weiterhin unklar, da vor Ort unterschiedliche Zahlen angegeben werden. Auch Pilgerstätten wurden zerstört. Aufklärungskampagnen innerhalb der Bevölkerung bezüglich der Durchführung sorgfältiger Hygienemaßnahmen zur Vorbeugung diverser Infektionskrankheiten, v.a. Durchfall-Erkrankungen, laufen permanent. Auch die psychische Betreuung der Opfer stellt in der Langzeitversorgung ein wesentliches Anliegen dar.

Für Hilfseinsätze: Impfschutz und Hygienevorkehrungen beachten

Die ausreichende Bereitstellung von Nahrungsmitteln und sauberen Trinkwasser für die betroffene Bevölkerung stellt in weiten Landesteilen ein großes Problem dar. Ebenfalls ist die Wiederherstellung sanitärer Einrichtungen und  funktionierender Hygienevorrichtungen und Kanalisationen eine tägliche Herausforderung für die Hilfskräfte. Für Personen die zu Hilfseinsätzen in die Gebiete fahren, sind eine umfangreiche Beratung zu vorsorglichen Hygienemaßnahmen und ein Impfschutz empfohlen.