9. Apr 2017

Neuseeland: Typhus in Auckland

Hepatitis, Salat iStock/didecs

Ein Typhus-Ausbruch in Auckland führte in den vergangenen Tagen zu mehreren Erkrankungen und einem Todesfall. Wahrscheinlich infizierten sich die Erkrankten an verunreinigten Lebensmitteln. Insgesamt 14 Personen mussten stationär behandelt werden. Laut Aussage des Gesundheitsministers Jonathan Coleman infizierte sich auch ein Reisender und steckte nach seiner Heimkehr Personen seines näheren Umfeldes an. Die meisten Fälle wurden seit dem 27. März 2017 beobachtet.   

Auch deutsche Reisende erkranken  

In diesem Jahr wurden bereits zehn Typhus Erkrankungen in Deutschland registriert. Alljährlich erkranken deutsche Reisende nach ihren Reiseaufenthalten an Typhus. Nicht nur schlechte sanitäre und hygienische Verhältnisse können für die Übertragung verantwortlich gemacht werden, sondern auch hygienische Nachlässigkeit in der Zubereitung der Speisen. Ebenso können auch sogenannte  „Dauerausscheider“ unter dem Küchenpersonal in Restaurants oder Hotels als Infektionsquelle in Betracht kommen. Dadurch sind auch Hotelreisende oder Kreuzfahrer auf großen Schiffen vor einer Infektion mit den Typhuserregern nicht sicher.  

Schutzimpfung gegen Typhus hilft 

Die Erreger der Krankheit werden vor allem auf fäkal-oralen Weg über verunreinigte Nahrungsmittel (v.a. ungewaschene Früchte, Gemüse, Milchprodukte, Fleisch) als und durch Trinkwasser (bei schlechten hygienischen Verhältnissen) aufgenommen. Reisenden wird empfohlen, eine sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene einzuhalten. Ein Typhus-Impfschutz sollte bei Reisen in Risikogebiete oder bei erhöhtem Risiko durch Rucksack- oder Trekkingreisen in Betracht gezogen werden.