8. Feb 2018

Olympiade Südkorea: Welche Impfungen ?

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In der südkoreanischen Stadt Pyeongchang werden vom 9. bis 25. Februar die XXIII. Olympischen Winterspiele ausgetragen. Wenig später vom 9. bis 18. März finden die XII. Winter-Paralympics für Menschen mit körperlicher Behinderung am gleichen Austragungsort statt. Viele Sportbegeisterte zieht es in diesen Wochen nach Südkorea. Doch ob Sportler oder Urlauber die Republik Korea liegt in Ostasien und daher sollten sich Fernreisende rechtzeitig eine fachkundige reisemedizinische Auskunft einholen, um sich vor möglichen Gesundheitsrisiken im Reiseland zu schützen.  

Der Standard: Tetanus, Diphtherie und Keuchhusten  

Zu den Standardimpfungen gehören Tetanus und Diphtherie. Diesen Impfschutz sollte jeder haben und er sollte nicht länger als 10 Jahre zurückliegen. Ist eine Auffrischung fällig, so empfiehlt die STIKO (Ständige Impfkommission in Deutschland) zusätzlich die einmalige Impfung gegen Keuchhusten mit einem Kombinationsimpfstoff (Tetanus-Diphtherie-Keuchhusten, sog. Tdap-Impfstoff). Südkorea gilt seit 1983 als „poliofrei“, d.h. ohne Vorkommen von Kinderlähmung.

Ein Schutz gegen Hepatitis A ist sinnvoll  

Ein Hepatitis A-Impfschutz ist bei Fernreisen, vor allem in den asiatischen Raum mit erhöhten Hepatitis A-Vorkommen, sinnvoll. Wie man sich durch Hepatitis A infizieren kann, erfahren Sie hier.

Hepatitis B ist ein oft unterschätztes Risiko  

Durch die weltweite Verbreitung stellt die Hepatitis B eine der häufigsten Infektionskrankheiten dar. Daher kann die Hepatitis B-Impfung für Reisende wichtig sein. Ein erhöhtes Infektionsrisiko besteht in Ländern mit mangelhaften medizinischen und hygienischen Standard, da verunreinigte Spritzbestecke, medizinische Geräte, Bluttransfusionen etc. zum Beispiel bei Unfällen, plötzlichen Zahnproblemen oder anderen plötzlich auftretenden gesundheitlichen Beschwerden (z.B. Blinddarmentzündung) zum Einsatz kommen können.

Dem Reiserisiko angepasst: Typhus, Tollwut und Japanische Enzephalitis  

Grundsätzlich besteht im asiatischen Raum ein erhöhtes Risiko für Magen- und Darminfektionen u.a. auch Typhus. Auch Hotelreisende sind nicht sicher vor Typhus. Es reicht ein Infizierter („Dauerausscheider“) der in der Küche das Essen zubereitet.  Daher sollte ein Typhus-Impfschutz mit dem Arzt mindestens  10-14 Tage vor der Reise besprochen und abgewogen werden.

Das Infektionsrisiko für Japanische Enzephalitis hängt vor allem von den besuchten Regionen und Reisebedingungen ab. Rucksacktouristen die sich in den ländlichen Regionen, v.a. in Reisanbaugebieten im Süden des Landes aufhalten, haben ein erhöhtes  Risiko.  

Da in Asien durch freilaufende und streunende Hunde ein erhöhtes Tollwutrisiko besteht, sollte bei längeren Aufenthalten und insbesondere bei Trekking- und Rucksacktouren eine Schutzimpfung in Erwägung gezogen werden.


Schutz vor Malaria und anderen durch Mücken übertragbaren Erkrankungen  

In Südkorea besteht ein minimales Malariarisiko entlang der innerkoreanischen Grenze, v.a. in den Provinzen Gyeonggi und Gangwon. Eine Malaria-Chemoprophylaxe ist in aller Regel nicht erforderlich. Gute Mückenschutzmaßnahmen sollten Tag und Nacht durchgeführt werden.