1. Mai 2016

Peru: Gelbfieber in den Anden

Aus der Region Junin in Peru, einem Gebiet in den zentralperuanischen Anden, wurden in den vergangenen zwei Monaten mindestens vier Gelbfieber-Fälle berichtet, von denen drei tödlich verliefen. Acht Jahre lang wurden aus dieser Region keine Gelbfieber-Todesfälle berichtet. Das Wiederauftreten der Infektionskrankheit und die drei tödlichen Krankheitsverläufe bei Besuchern der zentralen Regenwälder stufen die Gesundheitsbehörden als alarmierend ein. Reisenden die beabsichtigen die Provinzen Satipo und Chanchamayo zu besuchen wird dringend eine Gelbfieber-Impfung rechtzeitig – d.h. mind. 10 Tage vor Antritt der Reise - empfohlen.

Auch Sehenswürdigkeiten für Touristen liegen in den Risikogebieten  

Auch im vergangenen Jahr wurden Gelbfieber-Fälle aus Peru berichtet. Die Erkrankungen wurden in den Gebieten von Cusco, Huanuco, Junin, Loreto, Madre de Dios, San Martin als auch  in Pasco, Piura und Puno registriert. Sehenswürdigkeiten für Touristen liegen u.a. in Cusco, Loreto oder auch Puno. Puno ist die Hauptstadt der gleichnamigen Region und liegt in ca. 3.800 m Höhe am Ufer des beliebten Titicaca-Sees. Für viele Touristen bildet die Stadt daher den Ausgangspunkt für Ausflüge zu den Seeinseln oder zu anderen Sehenswürdigkeiten in der Umgebung.  

Gelbfieber-Risiko besteht vor allem in tropischen Regenwäldern  

Das Gelbfiebervirus ist vor allem in den tropischen Regenwäldern Perus verbreitet. Daher empfiehlt die WHO die Gelbfieberimpfung für alle Reisenden ab dem 9. Lebensmonat, die in Dschungelgebiete unterhalb 2.300m Höhenlage reisen möchten. Zu diesen Regionen gehören: Amazonas, Loreto, Madre de Dios, San Martin, Ucayali, Nordosten von Ancash, Nord Apurímac, Nord und Nordosten Ayacucho, Nord und Osten von Cajamarca, Nordwesten, Norden und Nordosten von Cusco, Norden Huancavelica, Nord, Zentral und Ost Huánuco, Nord und Osten Junín, Osten von La Libertad, Zentral und Osten von Pasco, Ost Piura und Nord Puno. Ausgenommen von der Empfehlung sind laut WHO Reisende, die ausschließlich folgende Städte bzw. Regionen westlich der Anden bereisen:  Lambayeque, Tumbes, West-Piura, west-zentral Cajamarca, so wie Regionen oberhalb von 2.300m Höhe, Lima, Inca Trail und Machu Picchu.   

Tag- und nachtaktive Mücken übertragen die Viren  

Die Erkrankung wird durch Viren verursacht die durch tag- und nachtaktive Mücken auf den Menschen übertragen werden. Gelbfieber stellt eine lebensbedrohliche Infektionskrankheit dar. Gefährdet sind Personen, die in Gelbfieber-Risikogebieten leben (Einheimische) oder die Risikogebiete besuchen (Reisende). Für Reisende, die ungeimpft sog. "Nicht-Immune" sind, endet die Erkrankung in 50% - 60% der Fälle tödlich. Daher empfiehlt die WHO die Impfung für alle Reisende in Gelbfieber-Infektionsgebiete. Die Gelbfieberimpfung sollte mindestens 10 Tage vor Einreise in Gelbfieberrisikogebiete erfolgen. Außerdem sind bei Aufenthalten in ländlichen Regionen auch sorgfältige Mückenschutzmaßnahmen unbedingt ratsam.

Macchu Pichu, Peru iStock/OlgaCanals