12. Nov 2016

Peru, Kolumbien und Brasilien melden Gelbfieber

interMEDIS

In Brasilien, Kolumbien und Peru wurde in diesem Jahr das Auftreten von Gelbfieber im Dschungel abseits der Städte berichtet. In Brasilien wurden zwei Fälle berichtet; einer aus Bady Bassit im Bundesstaat Sao Paulo und einer im Bundesstaat Goiás. In Kolumbien waren es insgesamt 12 gemeldete Gelbfieberfälle die v.a. aus Antioquia, Amazonas, Meta, Vaupés und Vichada berichtet wurden. Im Departamento del Vaupés war es der erste Erkrankungsfall der in der südöstlichen Region Kolumbiens registriert wurde. Die meisten Erkrankungsfälle wurden aus Peru gemeldet. Hier wurden in diesem Jahr insgesamt 75 Gelbfieber-Fälle gezählt. Erkrankungsfälle wurden in neun von insgesamt 25 Departamentos in Peru berichtet. Rund 50 Fälle und damit die meisten Erkrankungen wurden in Junin beobachtet. 

Die Gelbfieber-Fälle wurden vor allem aus den Dschungelregionen der Länder berichtet

Aus Afrika wurden in diesem Jahr ebenfalls Gelbfieber-Fälle vor allem aus Angola, Uganda und der der Demokratischen Republik Kongo berichtet. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) treten jährlich rund 200.000 Gelbfieber-Fälle auf – darunter rund 30.000 Todesfälle. Das Gelbfiebervirus tritt nur in Afrika und Südamerika auf und wird durch Viren verursacht die durch tag- und nachtaktive Mücken auf den Menschen übertragen werden. Daher sind neben der Schutzimpfung bei Aufenthalten in ländlichen Regionen auch sorgfältige Mückenschutzmaßnahmen unbedingt ratsam. Gelbfieber stellt eine lebensbedrohliche Infektionskrankheit dar. Gefährdet sind Personen, die in Gelbfieber-Risikogebieten leben (Einheimische) oder die Risikogebiete besuchen (Reisende). Für Reisende, die Ungeimpft sog. "Nicht-Immune" sind, kann die Erkrankung tödlich enden.  

Einreisevorschriften für Gelbfieber werden von den jeweiligen Ländern festgelegt  

Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) empfiehlt eine Impfung für alle Reisende in Gelbfieber-Infektionsgebiete. Die Impfung sollte mindestens 10 Tage vor Einreise in Gelbfieber-Risikogebiete erfolgen. Nach Prüfung der Expertenkommission der WHO im Jahr 2013 wurde darauf hingewiesen, dass eine einzige Impfdosis der Gelbfieber-Impfung ausreicht, um lebenslang vor Gelbfieber geschützt zu sein. Den Hinweis darauf ergaben zahlreiche Untersuchungen der letzten Jahre. Innerhalb von 30 Tagen bildet sich bei 99% aller Geimpften der vollständige immunologische Schutz aus. Bislang galt die Empfehlung die Impfung alle 10 Jahre aufzufrischen. Die Einreisevorschriften für Gelbfieber werden jedoch von den jeweiligen Ländern selbst festgelegt, daher wird im Rahmen der Einreisevorschrift gegenwärtig noch weiterhin von einigen Ländern die Auffrischimpfung alle 10 Jahre verlangt.