22. Jan 2014

Peru: Regional erhöhtes Gelbfieber-Risiko

Aus Peru wurden in den vergangenen Wochen vermehrt Gelbfieber-Fälle berichtet. Alleine in der ersten Dezemberhälfte wurden mehr als 20 Verdachtsfälle berichtet. In 13 Fälle wurde die Diagnose des Gelbfiebers durch Blutuntersuchungen bestätigt. Die Erkrankungen wurden aus Ayacucho, Cusco, Huanuco, Junin, Loreto, Madre de Dios, Pasco, Puno, San Martin und Ucayali berichtet. Die meisten Fälle wurden in San Martin und Junin registriert. In Puno wurden in der zweiten Dezemberwoche drei Gelbfieber-Fälle gemeldet. Puno ist die Hauptstadt der gleichnamigen Region und liegt in ca. 3.800 m Höhe am Ufer des beliebten Titicaca-Sees. Für viele Touristen bildet die Stadt daher den Ausgangspunkt für Ausflüge zu den Seeinseln oder zu anderen Sehenswürdigkeiten in der Umgebung.

Gelbfieberrisiko vor allem in Dschungelgebieten unter 2.300m


Aus den Gelbfiebergebieten in Peru wurden die letzten Jahre immer wieder Gelbfieber-Erkrankungs- und Todesfälle berichtet. Die Fälle wurden vor allem aus den Anden und dem Amazonas berichtet. Peru gilt als Land mit Gelbfieber-infektionsgebieten, besonders in Dschungelgebieten unter 2.300m. Dazu gehören: Amazonas, Ancash, Ayacucho, Cuzco, Huanuco, Junin, Loreto, Madre de Dios, Pasco Puno, San Martin und Ucayali. Daher empfiehlt die WHO die Gelbfieberimpfung für alle Reisenden ab dem 9. Lebensmonat, die in Dschungelgebiete unterhalb 2.300m Höhenlage reisen möchten und folgende Regionen besuchen: Amazonas, Loreto, Madre de Dios, San Martin, Ucayali, Nordosten von Ancash, Nord Apurímac, Nord und Nordosten Ayacucho, Nord und Osten von Cajamarca, Nordwesten, Norden und Nordosten von Cusco, Norden Huancavelica, Nord, Zentral und Ost Huánuco, Nord und Osten Junín, Osten von La Libertad, Zentral und Osten von Pasco, Ost Piura und Nord Puno.

Impfung für Risikogebiete empfohlen

Die Erkrankung wird durch Viren verursacht die durch tag- und nachtaktive Mücken auf den Menschen übertragen werden. Gelbfieber stellt eine lebensbedrohliche Infektionskrankheit dar. Gefährdet sind Personen, die in Gelbfieber-Risikogebieten leben (Einheimische) oder die Risikogebiete besuchen (Reisende). Für Reisende, die ungeimpft sog. "Nicht-Immune" sind, endet die Erkrankung in 50% - 60% der Fälle tödlich. Daher empfiehlt die WHO die Impfung für alle Reisende in Gelbfieber-Infektionsgebiete. Die Gelbfieberimpfung sollte mindestens 10 Tage vor Einreise in Gelbfieberrisikogebiete erfolgen. Außerdem sind bei Aufenthalten in ländlichen Regionen auch sorgfältige Mückenschutzmaßnahmen unbedingt ratsam.