14. Jul 2015

Peru: Weitere Gelbfieberfälle gemeldet

iStock/Dr. Ezquerra Aus Peru wurden in den vergangenen Wochen vereinzelte Gelbfieber-Fälle berichtet. Seit Beginn des Jahres meldet das Gesundheitsministerium Erkrankungsfälle aus Cusco, Huánuco, Junín, Loreto, Madre de Dios, Pasco, Piura, Puno, San Martin und Ucayali. Die Regionen gehören zu den Gelbfiebergebieten des Landes. Bereits im April warnte das Gesundheitsministerium vor Gelbfieber, nachdem vereinzelnte Fälle in Loreto, Pasco, Piura, Puno und San Martin  registriert wurden. Sehenswürdigkeiten für Touristen liegen u.a. in Loreto oder auch Puno.  Puno ist die Hauptstadt der gleichnamigen Region und liegt in ca. 3.800 m Höhe am Ufer des beliebten Titicaca-Sees. Für viele Touristen bildet die Stadt daher den Ausgangspunkt für Ausflüge zu den Seeinseln oder zu anderen Sehenswürdigkeiten in der Umgebung.

Ein Gelbfieberrisiko besteht nicht in allen Gebieten  

Das Gelbfiebervirus ist vor allem in den tropischen Regenwäldern Perus unterhalb 2.300m Höhe verbreitet. Daher empfiehlt die WHO die Gelbfieberimpfung für alle Reisenden ab dem 9. Lebensmonat, die in Dschungelgebiete unterhalb 2.300m Höhenlage reisen möchten. Zu diesen Regionen gehören: Amazonas, Loreto, Madre de Dios, San Martin, Ucayali, Nordosten von Ancash, Nord Apurímac, Nord und Nordosten Ayacucho, Nord und Osten von Cajamarca, Nordwesten, Norden und Nordosten von Cusco, Norden Huancavelica, Nord, Zentral und Ost Huánuco, Nord und Osten Junín, Osten von La Libertad, Zentral und Osten von Pasco, Ost Piura und Nord Puno. Ausgenommen von der Empfehlung sind laut WHO Reisende, die ausschließlich folgende Städte bzw. Regionen westlich der Anden bereisen:  Lambayeque, Tumbes, West-Piura, west-zentral Cajamarca, so wie Regionen oberhalb von 2.300m Höhe, Cuzco, Lima, Inca Trail und Machu Picchu.  

Impfung für Risikogebiete empfohlen 

Die Erkrankung wird durch Viren verursacht die durch tag- und nachtaktive Mücken auf den Menschen übertragen werden. Gelbfieber stellt eine lebensbedrohliche Infektionskrankheit dar. Gefährdet sind Personen, die in Gelbfieber-Risikogebieten leben (Einheimische) oder die Risikogebiete besuchen (Reisende). Für Reisende, die ungeimpft sog. "Nicht-Immune" sind, endet die Erkrankung in 50% - 60% der Fälle tödlich. Daher empfiehlt die WHO die Impfung für alle Reisende in Gelbfieber-Infektionsgebiete. Die Gelbfieberimpfung sollte mindestens 10 Tage vor Einreise in Gelbfieberrisikogebiete erfolgen. Außerdem sind bei Aufenthalten in ländlichen Regionen auch sorgfältige Mückenschutzmaßnahmen unbedingt ratsam.