21. Jan 2013

Philippinen: Chikungunya Fieber breitet sich weiter aus

Die Häufung an Chikungunya-Erkrankungsfälle auf den Philippinen hält weiter an. Im Oktober warnten die örtlichen Gesundheitsbehörden zum ersten Mal, als die Infektionskrankheit eine schnelle Ausbreitung auf der Insel Batan, in Rapu-Rapu in der Provinz Albay fand. Die Zahl der Erkrankten stieg in den folgenden Wochen weiterhin an.

Weitere Erkrankungszahlen im Januar

Im Januar wurden aus Villarea, Catarman, Nord Samar und San Juan, Süd Leyte. Mehr als 250 Erkrankungsfälle wurden alleine aus Samar, Villareal town, berichtet. Auch in Barangay Banquil,  Guintarcan Nord Mindanao, Ilocos, Cagayan Valley, National Capital Region, Calabarzon, Bicol, Western Visayas, Davao und Caraga registrierten die Gesundheitsbehörden Erkrankungsfälle. 

Chikungunya Fieber ist auf den Philippinen keine Besonderheit. Immer wieder kam es in der Vergangenheit zu größeren Ausbrüchen und Epidemien.

Auch Reisende können an Chikungunya Fieber erkranken 

Auch Reisende erkranken alljährlich an Chikungunya nach Aufenthalten in Risikogebieten. Zu den häufigen Infektionsländern zählen Indien und Indonesien. Aber auch aus Malaysia, Thailand und den Philippinen wurden Erkrankungsfälle unter deutschen Rückreisenden beobachtet. 

"Chikungunya" bedeutet "der gekrümmt Gehende" 

Der Name "Chikungunya" kommt aus Afrika und bedeutet "der gekrümmt Gehende." Damit werden die Hauptbeschwerden der Erkrankung beschrieben, nämlich sehr starke Muskel- und Gliederschmerzen die zu einer schmerzhaft zusammen gekrümmten Körperhaltung führen können. Meistens 7 - 9 Tage nach Infektion (Inkubationszeit 3-12 Tage) entwickelt der Patient hohes Fieber, eine Hautrötung (oft am ganzen Körper) und sehr starke Muskel- und Gelenkschmerzen, die ungefähr eine Woche anhalten. Danach tritt in der Regel eine Besserung des Allgemeinbefindens ein. Nur in seltenen Fällen können die Gelenkschmerzen über Monate anhalten.

Guter Mückenschutz vermindert das Infektionsrisiko 

Nachdem es keine Impfung gegen die Erkrankung gibt, gelten als wichtigster Schutz Mückenschutzmaßnahmen. Reisende sollten daher in jedem Fall Haut bedeckende Kleidung tragen, Mückennetze am Schlafplatz einsetzen und insbesondere an freien Hautstellen sich regelmäßig - Tag und Nacht - mit Mückenabweisenden Cremes oder Lotionen einschmieren.