25. Okt 2014

Philippinen: Masern breiten sich weiter aus

Die Zahl der Masern-Fälle auf den Philippinen ist weiter angestiegen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zeigt sich besorgt, da im September alleine nur innerhalb eines Monats rund 10.000 Fälle landesweit registriert wurden. Insgesamt ist die Zahl der Erkrankungen in diesem Jahr auf rund 94.000 angestiegen. Laut Aussage der WHO wurden nur in China mehr Masern-Fälle gezählt (144.692). Aufgrund der steigenden Erkrankungszahlen haben die örtlichen Gesundheitsbehörden Impfkampagnen eingeleitet. In der Stadt Baguio im Norden der Hauptinsel Luzón hat in diesem Jahr die Zahl der Masernerkrankungen im Vergleich zum Vorjahr um 95% zugenommen. Aus vielen Regionen der Provinz Benguet werden Erkrankungen berichtet: Kalinga, Ifugao, Abra, Mountain Province und Apayao.

Reiserückkehrer erkrankten an Masern

Auch Reiserückkehrer aus den USA, Australien, Kanada, Japan, Neuseeland und England erkrankten in diesem Jahr nach ihrem Urlaubsaufenthalt auf den Philippinen an Masern. Die Gesundheitsbehörden empfehlen Reisenden ihren Masernschutz zu überprüfen und gegebenenfalls vor der Einreise aufzufrischen. Reisende die keinen Masernschutz besitzen können sich in Ländern mit Masernvorkommen anstecken und die Krankheit in ihr Heimatland importieren. Reiserückkehrer sollten auf Beschwerden wie Fieber, Magen-Darmbeschwerden und Hautausschlag achten und bei ersten Hinweisen den Arzt aufsuchen. Bei den Masern handelt es sich um eine hochansteckende Krankheit. Eine rechtzeitige Diagnose verhindert schwere Krankheitsverläufe und eine Ausbreitung der Infektion im Umfeld. 

Masernimpfschutz bei Reisen in Regionen mit aktuellen Masernausbrüchen

Rund 95% aller weltweit gemeldeten Masern-Erkrankungs- und Todesfälle werden aus Ländern mit schlecht ausgeprägter medizinischer Infrastruktur berichtet - das bedeutet viele Reiseländer. Um das Ziel der WHO, die Masern weltweit auszurotten zu erreichen und somit auch den persönlichen Schutz vor der Erkrankung im In- und Ausland, müssen Impflücken v.a. bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen geschlossen werden. Das deutsche Robert Koch-Institut (RKI) empfiehlt daher Reisenden in Regionen mit aktuellen Masernausbrüchen grundsätzlich den Masernimpfschutz zu überprüfen. Ungeimpften Personen bzw. Personen, die noch keine Masern durchgemacht haben und in ein Maserngebiet reisen oder in medizinischen Einrichtungen zur Behandlung von Kindern, Tagesstätten, Kinderheimen, u. ä. arbeiten, wird eine Impfung empfohlen. Nach 1970 geborene ungeimpfte bzw. in der Kindheit nur einmal geimpfte Personen ≥ 18 Jahre oder nach 1970 geborene Personen ≥ 18 Jahre mit unklarem Impfstatus ist ebenfalls eine Impfung empfohlen.