23. Apr 2018

Reisemediziner am Expertentelefon

Expertentrio2017 GSK

Andere Länder – andere Viren
Expertentipps zu Reisegesundheit und Impfschutz

Reisemediziner am Expertentelefon
Donnerstag, 26. April 2018 von 10 bis 16 Uhr
Gebührenfreie Rufnummer 0800 – 090 92 90

Ob im Alpenvorland oder in Andalusien, auf Bali oder den Balearen – ihren Sommerurlaub wollen Reisende möglichst ohne Zwischenfälle genießen. Deshalb überlassen die meisten Deutschen bei der Urlaubsplanung nichts dem Zufall: Hotels werden Monate im Voraus gründlich gecheckt, Angebote verglichen, Ausflugsziele sondiert, Mietwagen gebucht. Bei aller Vorfreude gerät jedoch eines oft in Vergessenheit: die reisemedizinische Vorbereitung. Ohne ausreichenden Schutz, zum Beispiel durch eine Impfung, besteht das Risiko, sich mit Infektionskrankheiten wie Hepatitis, Cholera,Diphtherie oder Gelbfieber anzustecken. Wer meint, er sei in Europa sicherer aufgehoben, der irrt allerdings. Noch immer gilt der Mittelmeerraum als Risikogebiet für eine Hepatitis A-Infektion und in Deutschland breiten sich Zecken mit dem FSME-Virus immer weiter aus. Anlässlich der Europäischen Impfwoche informieren Reisemediziner am Lesertelefon über die passende Reisevorbereitung für Urlaubsziele auf der ganzen Welt. 

Gute Orientierung: der Impfpass 

Masern, Tetanus, Keuchhusten, Polio – viele der Erkrankungen, für die eine Empfehlung der Ständigen Impfkommission STIKO vorliegt, sind auch auf Reisen ein Risiko. Viren und Bakterien kennen keine Ländergrenzen. Im Impfpass werden die Schutzimpfungen dokumentiert, so dass schnell ersichtlich ist, welche Impfung noch aussteht oder welche aufgefrischt werden muss. Damit legen Reisende die Basis für einen umfassenden Schutz ihrer Gesundheit – zu Hause und unterwegs in nah und fern. Doch der Impfpass weist bei vielen Erwachsenen Lücken auf. Ein Grund: Viele der durch eine Impfung vermeidbaren Krankheiten werden noch immer als „Kinderkrankheiten“ angesehen. Wichtige Auffrischimpfungen werden häufig schlicht vergessen. Doch Masern, Keuchhusten oder Windpocken machen vor ungeimpften Erwachsenen nicht halt. Die Weltgesundheitsorganisation WHO stuft deshalb den Impfschutz neben sauberem Trinkwasser als wirksamste Gesundheitsvorsorge überhaupt ein.1 Wie die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung mitteilt, ist auch der Impfschutz bei Kindern häufig lückenhaft. Zwar würden 90 Prozent der Kinder geimpft, aber noch zu wenige Eltern ließen ihren Kindern die zweite Impfung gegen Masern, Mumps und Röteln geben.2  

Für jedes Reiseziel den passenden Schutz 

Welche besonderen Schutzmaßnahmen darüber hinaus erforderlich sind, hängt vom Reiseziel, aber auch von der Dauer und Art der Reise ab. Eine reisemedizinische Beratung zielt darauf ab, einen individuellen Schutz gegen gesundheitliche Risiken am Urlaubsort aufzubauen. Sinnvoll ist eine solche Beratung nicht allein bei Reisen in exotische Länder, in denen zum Beispiel eine Infektion mit Gelbfieber, Zika, der Japanischen Enzephalitis oder Malaria möglich ist. Auch bei Reisezielen innerhalb Europas ist der Kontakt mit Krankheitserregern eine reale Gefahr. Wer beispielsweise seinen Urlaub am Mittelmeer verbringt, sollte sich nach Angaben der Deutschen Leberstiftung vor einer Hepatitis A-Infektion schützen.3 Ansteckungsquellen für die „Reisegelbsucht“ sind neben Muscheln im Essen auch Leitungswasser, Eiswürfel und Obstsalat. Einziger verlässlicher Schutz vor einer Ansteckung ist die Impfung. Und selbst wer in Deutschland Urlaub macht, dem nach wie vor beliebtesten Reiseziel der Deutschen, sollte an die Gesundheit denken. Aktuell breiten sich Zecken, die das Virus für eine Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) tragen, auch in Teilen Nord- und Ostdeutschlands aus, wie Forscher der Universität Hohenheim erklärten.4  

Reisemediziner am Lesertelefon

Welche Gesundheitsrisiken bestehen an meinem Reiseziel? Wie stelle ich fest, ob mein Impfschutz ausreicht? Besteht für mein Urlaubsziel eine Impfpflicht? Müssen Kinder auf Reisen besonders geschützt werden? Wann ist der richtige Zeitpunkt für den Termin beim Reisemediziner – und wo finde ich einen? Schützt eine FSME-Impfung auch vor einer Borreliose? Gibt es einen wirksamen Insektenschutz?

Alle Fragen rund um den Schutz der Gesundheit auf Reisen beantworten erfahrene Reisemediziner am Lesertelefon:

Prof. Dr. med. Tomas Jelinek; Medizinischer Direktor des BCRT Berliner Centrum für Reise- und Tropenmedizin, wissenschaftlicher Leiter des CRM Centrum für Reise- und Tropenmedizin Düsseldorf, Lehrbeauftragter der Universität zu Köln

Prof. Dr. med. Karl-Heinz Herbinger; Facharzt für Arbeitsmedizin, Tropenmedizin, Abteilung für Infektions- und Tropenmedizin, Ludwig-Maximilians-Universität München

Dr. med. Albrecht von Schrader-Beielstein; Allgemeinarzt und Arzt für Naturheilverfahren, Praxis für Reise- und Tropenmedizin, Wörthsee bei München  

Rufen Sie an! Am Donnerstag, den 26. April 2018 zwischen 10 und 16 Uhr.
Der Anruf unter 0800 – 090 92 90 ist gebührenfrei.

Referenzen

  • who.int/bulletin/volumes/86/2/07-040089/en/ mit Bezug auf: Plotkin SL, Plotkin SA. A short history of vaccination. In: Plotkin SA, Orenstein WA, eds. Vaccines, 4th edn. Philadelphia: WB Saunders; 2004: 1-15, März 2018
  • impfen-info.de/wissenswertes/impfbereitschaft-in-deutschland/; März 2018
  • deutsche-leberstiftung.de/aktuelles/presseportal/pressearchiv/pm-reisen-impfen-2017/view?searchterm=hepatitis%20a; März 2018
  • stern.de/gesundheit/fsme-infizierte-zecken-breiten-sich-auch-im-norden-deutschlands-aus-7888782.html; März 2018

 DE/VAC/0192/18; 04/2018