12. Dez 2021

Reisende importieren Omikron-Coronavirus

Corona Restriktion - Teaser iStock / rarrarorro

Aus immer mehr Ländern werden Fälle der Omikron-Variante gemeldet, die nach Angaben der WHO ein sehr hohes Risiko für das Auftreten von Infektionswellen beinhalten. Malaysia hat seinen ersten Fall des Omikron-Coronavirus bei einer ausländischen Studentin festgestellt, die nach ihrer Ankunft aus Südafrika unter Quarantäne gestellt wurde. Die 19-Jährige war geimpft und asymptomatisch. Das benachbarte Singapur bestätigte ebenfalls zwei importierte Fälle durch Reisende. Malaysia verhängte daraufhin ein vorübergehendes Einreiseverbot für Reisende aus acht Ländern des südlichen Afrikas, die das Auftreten der Variante gemeldet haben oder als Hochrisikoländer gelten und verordnete zusätzliche Infektionsschutzmaßnahmen für Einreisende. Auch das Auswärtige Amt warnt ausdrücklich vor Reisen in diese Staaten (Südafrika, Namibia, Lesotho, Eswatini, Botswana, Mosambik, Simbabwe und Malawi) und hat ebenfalls entsprechende Anordnungen für die Virusvariantengebiete erlassen.

Taiwan meldet ersten Fall der Omikron-Variante bei einem Passagier aus Eswatini 

Auch Taiwan hat im Dezember 2021 seinen ersten Fall der Omikron-Variante bei einem Passagier festgestellt, der vor Kurzem in das südafrikanische Land Eswatini (ehem. Swasiland) gereist war. Die Passagierin, eine taiwanesische Frau in den 30ern, die am 8. Dezember in ihr Heimatland zurückkehrte, wurde in einem Krankenhaus unter Quarantäne gestellt, informiert das „Central Epidemic Command Center“, das für die Pandemiebekämpfung auf der Insel zuständig ist. Taiwan meldete wenige Tage später zehn neue Coronavirus-Fälle, die alle bei Reisenden aus dem Ausland festgestellt wurden. Auf der selbstverwalteten Insel gilt eine strenge zweiwöchige Quarantäne bei der Einreise, und die Grenzen sind bis auf wenige Ausnahmen für alle Einwohner abgeriegelt. Nach Angaben der örtlichen Behörden wird die Krankheit innerhalb der Inselgrenzen kaum übertragen. Das Tragen von Masken ist fast überall üblich. 

Argentinien meldet erste Omikron-Variante bei einem Reisenden aus Südafrika

Am 5. Dezember 2021 wurde auch in Argentinien die erste Omikron-Variante bei einem Reisenden aus Südafrika festgestellt. Hierbei handelte es sich um einen 38-Jährigen aus der Provinz San Luis, der an einer Arbeitsveranstaltung in Südafrika teilgenommen hatte und am 30. November in sein Heimatland zurückkehrte. Der Reisende hat seine Impfungen gemäß den Vorgaben der argentinischen Gesundheitsbehörden erhalten und galt zudem nach einer zurückliegenden COVID-19 Infektion im März 2021 als "genesen". Er reiste über die Vereinigten Staaten nach Argentinien ein und  hatte dort einen negativen PCR-Test. Ein Antigentest auf SARS-CoV-2 wurde bei seiner Ankunft am internationalen Flughafen Ezeiza durchgeführt und ergab ebenfalls ein negatives Ergebnis. Der Reisende wurde in einem Mietwagen mit Fahrer vom Flughafen zu seinem Wohnort in der Provinz San Luis gebracht. Am 2. Dezember wurde der Reisende informiert, dass bei Personen, mit denen er bei der Arbeitsveranstaltung in Südafrika Kontakt hatte, positive COVID-19-Fälle diagnostiziert wurden. Obwohl er asymptomatisch war, musste er sich beim örtlichen Gesundheitsamt melden. Zwei neue Diagnosetests für SARS-CoV-2 (Antigentest und PCR) wurden durchgeführt und ergaben beide positive Ergebnisse.

Reisende sollten sich bestmöglich schützen

Reisende sollten sich beim Auswärtigen Amt und den jeweiligen Länderbotschaften über die aktuellen Einreisebedingungen informieren, da sich diese täglich ändern können. Mehr Informationen zu COVID-19