3. Nov 2017

Sambia: Typhus im Süden des Landes

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Mehr als 55 Typhus-Verdachtsfälle wurden aus der südlichen Provinz Sambias gemeldet. Eine Ausbreitung über mehrere Distrikte wird befürchtet. Die meisten Erkrankungen werden aus dem Mazabuka Distrikt gemeldet, vereinzelte Fälle auch aus Monze. Im Rahmen des Ausbruchs soll es bereits zu einem Todesfall gekommen sein. Das Gesundheitsministerium warnt derzeit vor allem für den Süden des Landes strikte Hygienemaßnahmen durchzuführen und kontinuierlich durchzuhalten. Mit dem Einsetzen der Regenzeit wird ein Anstieg der Erkrankungszahlen befürchtet, umso mehr sollte eine strenge Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene eingehalten werden. 

Typhus auch in Simbabwe   

Ebenso kam es Ende Oktober in Harare in Simbabwe vermehrt zu Typhus-Erkrankungen. Die Zahl der Erkrankungen hat in den letzten zwei Oktoberwochenweiter zugenommen. Ein weiterer Anstieg wird mit Einsetzen der Regenzeit befürchtet. Im vergangenen Jahr waren es landesweit mehr als 2.500 Typhus-Erkrankungen. Die Erreger der Krankheit werden vor allem auf fäkal-oralen Weg über verunreinigte Nahrungsmittel (v.a. ungewaschene Früchte, Gemüse, Milchprodukte, Fleisch) als und durch Trinkwasser (bei schlechten hygienischen Verhältnissen) aufgenommen.   

Reisende sollten sich schützen 

Rund 60 deutsche Reisende erkranken alljährlich an Typhus. Davon haben rund 90% die Infektion während ihres Auslandsaufenthaltes erworben. Nicht nur schlechte sanitäre und hygienische Verhältnisse können für die Übertragung verantwortlich gemacht werden, sondern auch hygienische Nachlässigkeit in der Zubereitung der Speisen. Ebenso können auch sogenannte  „Dauerausscheider“ unter dem Küchenpersonal in Restaurants oder Hotels als Infektionsquelle in Betracht kommen.  Dadurch sind auch Hotelreisende vor einer Infektion mit den Typhuserregern nicht sicher. Reisenden wird daher empfohlen, eine sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene einzuhalten. Ein Typhus-Impfschutz sollte bei Reisen in Risikogebiete oder bei erhöhtem Risiko durch Rucksack- oder Trekkingreisen in Betracht gezogen werden.