30. Mrz 2013

Simbabwe: Landesweiter Malariaanstieg

Nahezu 124.000 Malaria-Erkrankungen, darunter mindestens 55 Todesfälle wurden in diesem Jahr aus Simbabwe berichtet. Die lokalen Gesundheitsbehörden zeigen sich besorgt, da die Zahl der Erkrankungen im Vergleich zum Vorjahr deutlich zugenommen hat. So wurden im Vergleichszeitraum 2012 nur 67.000 Malaria-Fälle gezählt. Eine Vielzahl an Malaria-Erkrankungen wird aus dem Distrikt von Mutasa, in der Provinz Manicaland, im Osten Simbabwes gemeldet. Die Gesundheitsbehörden machen die Überschwemmungen in den vergangenen Wochen in vielen Landesteilen für den starken Anstieg der Erkrankungsfälle verantwortlich.

Auch im Mashonaland steigen die Erkrankungsfälle

Auch aus dem Hauptsiedlungsgebiet des Landes, dem Mashonaland werden Erkrankungsfälle berichtet. In der östlichen Provinz werden derzeit verstärkt Mückenbekämpfungsmaßnahmen durchgeführt um der steigenden Zahl der Malaria-Fälle entgegenzuwirken.  Jedes Jahr erkranken weltweit rund 216 Millionen Menschen an Malaria – rund 655.000 sterben. Das bedeutet, dass jeden Tag fast 1.800 Menschen an Malaria sterben. Die meisten Todesopfer sind Kinder unter fünf Jahren.

Was bedeutet das für den Reisenden? 

Malaria stellt auch bei deutschen Reisenden immer noch ein häufiges Problem dar. Allerdings hat die Zahl der importierten Malariaerkrankungen in den vergangenen Jahren deutlich abgenommen und liegt im Mittel zwischen 500 - 600 Fälle jährlich. Die meisten Erkrankungen (> 90%) wurden - wie in den Vorjahren - aus Afrika südlich der Sahara importiert.

Eine gute Vorbeugung senkt das Risiko 

Reisende sind bei Aufenthalten in Ländern mit Malaria-Vorkommen gefährdet – vor allem während den Regenzeiten. Daher sollte rechtzeitig vor der Reise eine aufklärende reisemedizinische Beratung erfolgen. Die Malariavorbeugung richtet sich u.a. nach dem Reisestil, der - dauer und dem individuellen Risiko. Da viele unterschiedliche Faktoren das individuelle Malariarisiko festlegen, sollte in einer gründlichen Nutzen-Risiko Abwägung in einem persönlichen Gespräch mit dem Arzt die richtige Malariaprophylaxe individuell festgelegt werden.