19. Jan 2018

Simbabwe: Typhus-Ausbruch in Harare

interMEDIS

Anfang Januar wurden in nur einer Woche rund 200 Typhus-Fälle in Harare registriert. Die Gesundheitsbehörden befürchten einen weiteren Anstieg der Erkrankungszahlen. Es wird angenommen, dass die Erreger durch Verunreinigungen von Trinkwasser und Lebensmittel übertragen wurden. Bislang sei es noch zu keinen Todesfällen gekommen, berichteten die Behörden am 17. Januar 2018. Die Schwierigkeit von sauberen Trinkwasser in Harare bleibt bestehen und dadurch der Zugriff auf unsichere und hygienisch bedenkliche Wasserquellen. Bereits im Oktober 2017 wurden in Harare vermehrt Typhus-Erkrankungen festgestellt. Landesweit wurden im vergangenen Jahr mehr als 2.500 Typhus-Erkrankungen registriert.

Reisende sollten sich gegen Typhus schützen

Rund 60 deutsche Reisende erkranken alljährlich an Typhus. Davon hat die Mehrheit die Infektion während ihres Auslandsaufenthaltes erworben. Nicht nur schlechte sanitäre und hygienische Verhältnisse können für die Übertragung verantwortlich gemacht werden, sondern auch hygienische Nachlässigkeiten in der Zubereitung der Speisen. Ebenso können auch sogenannte  „Dauerausscheider“ unter dem Küchenpersonal in Restaurants oder Hotels als Infektionsquelle in Betracht gezogen werden. Damit sind auch Hotelreisende vor einer Infektion mit den Typhuserregern nicht sicher. Reisenden wird daher empfohlen, eine sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene einzuhalten. Ein Typhus-Impfschutz sollte bei Reisen in Risikogebiete oder bei erhöhtem Risiko durch Rucksack- oder Trekkingreisen in Betracht gezogen werden.